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    Verletzungen in Beziehungen

    Von Elisabeth | 6.März 2012

    Verletzungen in Beziehungen

    Egal ob wir frisch verliebt sind, unsere Beziehung ganz neu ist oder ob wir schon eine längere bis lange Zeit miteinander verbracht haben: Gegenseitige Verletzungen geschehen – auch wenn wir uns sehr bemühen und sehr aufmerksam sind. Immer wieder treffen wir einen wunden Punkt bei unserem Partner! Das lässt sich zwar nicht vermeiden, ist aber auch eine große Chance, die uns das Leben schenkt. Denn diese Tatsache gibt uns die Möglichkeit als Persönlichkeit zu wachsen und zu reifen.

    Allerdings tun solche Verletzungen auch weh. Und wenn wir sie nicht überwinden, schaden sie auf Dauer unserer Beziehung, unserer Liebe!

    Unser normaler Umgang, den die meisten von uns gelernt haben – vor allem Frauen – ist: Die Beziehung harmonisch halten. Deshalb bagatellisieren wir Verletzungen, gehen darüber hinweg, tun so als ob nichts gewesen wäre, versuchen sie zu vergessen und folgen oft dem Sprichwort: „Die Zeit heilt alle Wunden“. Aber dieses Verhalten staut und sammelt all die empfundenen Schmerzen an, die wir durch die Verletzungen erlebt haben. Und irgendwann trägt unsere Liebe sie nicht mehr!

    Wie können wir uns verhalten, dass erst gar nichts angestaut wird?

    1. Aussprechen
    Wir sollten uns angewöhnen, es auszusprechen, dass wir uns verletzt fühlen – und zwar zeitnah. Wir gehen damit zwar das Risiko ein, wiederum unseren Partner zu verletzen, eine Disharmonie zu verursachen und als unbequem zu gelten. Aber genau dieses Aussprechen gehört zur Pflege der Liebe und Beziehung. Es stellt die Erhaltung der Liebe an die erste Stelle. Eher kleine Verletzungen sind oft schon allein durch das Aussprechen geheilt. Falls nicht, ist es notwendig, dass beide beziehungsweise der Partner, der verletzt hat, das Geschehene auch versteht und begreift.

    2. Begreifen
    Meist können wir nicht begreifen, was eigentlich passiert ist. Der Partner, der verletzt hat, wollte das gar nicht und war sich nicht bewusst, dass sein Verhalten verletzt. Vielleicht war es für ihn auch notwendig und richtig das zu tun, was zu dieser Verletzung geführt hat.

    Und derjenige, der verletzt wurde, weiß oft, dass es für seinen Schmerz keinen objektiven Grund gibt. Und doch sind die Gefühle da.

    Hier hilft es, wenn jeder sich in den anderen versetzt, sich einfühlt in den anderen, die Welt aus den Augen seines Partners sieht. Wenn das gelingt, führt es oft zu einem tiefen Verstehen des anderen und damit kann es wieder gut sein zwischen den beiden.
    Sollte es noch immer nicht geheilt sein, bedarf es eines weiteren Schritts.

    3. Anerkennen
    Hier ist es notwendig, dass der Partner, der verletzt hat, anerkennt, was er verursacht hat. Das ist oft schwer, weil er sich dann schuldig fühlt und zugeben muss, dass er der Verursacher von Schmerzen ist, also etwas falsch gemacht hat. Er erwartet, deshalb bestraft zu werden, glaubt, nicht mehr geliebt zu werden. Häufig fühlt er sich dann selbst wieder verletzt. Diese neue Verletzung steht aber während dieses Prozesses an 2. Stelle und wird erst anschließend mit den gleichen Schritten aufgehoben.

    Der Verletzte wiederum erkennt seine schmerzhaften Gefühle oft nicht an. Er meint er wäre zu sensibel, zu schnell beleidigt. Auch hier ist das Anerkennen notwendig: „Ich habe diese Gefühle.

    Durch den Prozess des Anerkennens erfahre ich: Ich bin in Ordnung, ich bin richtig, ich bin dem anderen etwas wert, ihm/ihr liegt etwas an mir. Durch das Begreifen wird sowohl der Täter als auch das Opfer anerkannt und es entsteht ein stimmiges Gefühl.

    Sollte es jetzt immer noch nicht gut sein, weil die Verletzung zu groß ist, braucht es einen weiteren Schritt.

    4. „Es tut mir leid, bitte verzeih mir“
    Hat der Verletzte das Bedürfnis, dass der Partner sich ausdrücklich entschuldigt, ein ehrliches „es tut mir leid, bitte verzeih mir“ äußert, ist dieser Schritt notwendig. Dazu gehört natürlich auch, dass der Verletzte der Bitte nach Verzeihung nachkommt und tatsächlich verzeiht. Dadurch wird das Verhältnis zwischen Schuld und Unschuld wieder aufgehoben. Es gibt keinen Täter und kein Opfer mehr.

    Nimmt der Verletzte die Entschuldigung jedoch nicht an, bleibt er in der Opferrolle stecken. Sie ist eine sehr machtvolle Rolle. Denn ich kann bei jeder Gelegenheit alle Verfehlungen meines Partners ausgraben und alles als Vorwurf benützen. So aber bleibt die Beziehung im Hamsterrad gefangen und früher oder später stirbt die Liebe ganz und damit die Beziehung.

    Gelingt aber sowohl das Entschuldigen als auch das Verzeihen, bleibt der Vorfall für IMMER gestorben.

    5. Wiedergutmachung – einen Ausgleich schaffen
    In einzelnen Fällen, in denen die Verletzung besonders groß ist oder sehr lange etwas angestaut wurde, hat der Verletzte manchmal das Gefühl, er braucht zusätzlich ein Zeichen der Wiedergutmachung, um den Ausgleich herzustellen. Hier ist es wichtig, dass der Verletzte benennt, was er dafür benötigt. Es sollte in einem Zusammenhang mit der Verletzung stehen. Es ist immer ein sehr individuelles, dem jeweiligen Paar angepasstes Tun notwendig.

    Der, der verletzt hat, muss die Bitte ehrlich annehmen und den Wunsch durchführen. Durch die konkrete Tat sieht und erlebt der Verletzte, dass dem Partner der Ausgleich wirklich wichtig ist. Spätestens damit muss dann der Vorfall beendet sein und darf keine Relevanz in der Beziehung mehr haben.

    Sollte es immer noch nicht gut sein, obwohl beide Partner es ehrlich wollten und alles ehrlich ausführten, stellt sich die Frage, ob die Liebe und die Beziehung beendet sind und eine Trennung richtig wäre.

    Mit diesen Schritten, verbunden mit dem nötigen Humor und der Leichtigkeit des Seins, sollte es gelingen, eine Beziehung immer wieder von Verletzungen zu befreien.

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    Topics: Verletzungen in Beziehungen | 2 Kommentare »

    2 Kommentare to “Verletzungen in Beziehungen”

    1. Michael Müller meint:
      14.September 2012 at 11:17 am

      Danke für die gute Beschreibung der wichtigen Punkte. Wenn es zu einer Verletzunge in der Beziehung gekommen ist – und diese immer mehr in den Vordergrund rückt – hilft oft nur sehr viel Geduld unter Beachtung dieser Punkte. Gruss aus Bonn

    2. Julietta Leandra meint:
      19.Juni 2013 at 12:11 pm

      Elisabeth, vielen Dank für deinen Beitrag! Immer wieder finde ich Blogs über Liebeskummer, Beziehungen, usw. aber noch nie über die Verletzungen in der Beziehung, die mir zufälligerweise ganz oft auftreten. Ich bin persönlich sehr empfindlich und unsicher (langsam kenne ich mich immer mehr) und führe eine 4 jährige Beziehung, also wir haben beide viel von uns selbst gelernt und jetzt haben wie den Ausgleich gefunden.
      Trotzdem passiert immer wieder dass unser Verhalten oder unsere zweideutige Kommunikation zu Missverständnisse führt und es ist wichtig, diese Punkte im Auge zu behalten, damit die Beziehung nicht langsam kaputt geht.
      Eine tolle Seite die ich vor kurzem kennengelernt habe ist die von psycheplus, Sie kennen sie bereits bestimmt. Ein toller Artikel über den Bindungstil hat mir auch viel gebracht, denn die Bindung zur Bezugsperson hat anscheinend viel mit dem künftigen Verhalten in der Beziehung zu tun. Hier der Link:
      https://www.psycheplus.de/fakten/wie-der-bindungstyp-den-umgang-mit-liebeskummer-beeinflusst

      Weiter so! Ich hab mir den Beitrag sogar gedrückt, mir hat wirklich super gefallen 🙂

      Liebe Grüße,

      Julietta

    Kommentare