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    „falling in love“ Teil 2

    Von Elisabeth | 16.August 2011

    „falling in love“ Teil 2
    Binden und lösen in Paarbeziehungen

    Voraussetzung, um Beziehungen langfristig für beide Partner befriedigend zu leben, ist sich zu binden, aber sich auch immer wieder zu lösen. Denn nur so kann die erforderliche Identität beider Partner erhalten bleiben, die notwenig ist, um die Nähe zuzulassen, die in einer Partnerschaft zur Ver-EINIG-ung führt.
    Während es im ersten Teil um das Thema Binden ging, möchte ich hier nun näher auf die Mechanismen des Lösens eingehen und betonen, dass die beschriebene Notwendigkeit für jede Art von Partnerschaft gilt.
    Das notwendige Sich-lösen innerhalb der Paarbeziehung ist meist angstbehaftet. Wir befürchten, dass die Beziehung ganz in die Brüche gehen könnte. Diese Angst muss überwunden werden. Denn wenn wir in der An-Bindung bleiben, wird das WIR immer stärker und das ICH immer schwächer, bis es nur noch ein WIR gibt. Das bedeutet, wir haben unser ICH verloren, können nicht mehr unterscheiden: Was will ich? Was will der andere? Was fühle ich? Was fühlt der andere? …

    Für eine gelingende Partnerschaft braucht es aber zwei. Wir sprechen ja auch von PARTNER-schaft.

    Sich zu lösen bedeutet: Die Partnerschaft insofern wieder zu verlassen, dass man lernt,
    – sich wieder selbst zu spüren,
    – sich getrennt vom Partner zu erleben,
    – eigenen Wünschen nachzugehen,
    – sich einmal wieder so zu verhalten, wie wenn man alleine wäre, ohne an den Partner denken zu müssen
    – sich den Freiraum zu verschaffen, der notwendig ist und die Möglichkeit bietet, seine eigenen Bedürfnisse, die innerhalb der Partnerschaft nicht befriedigt werden können, zu erfüllen.

    Ganz normal ist es, wenn dann Gefühle des Verlassenwerdens, Nicht-mehr-genügens oder Nicht-mehr-geliebt-werdens aufkommen. Um damit umgehen zu können und nicht wieder in Angst und alte Verhaltensmuster zu verfallen oder sie gar als Vorwurf und Drohung gegenüber dem Partner, der sich gerade lösen will oder muss, zu verwenden, müssen beide die Notwendigkeit des Sich-wieder-lösens erkannt haben.

    Das funktioniert nur mit einer unbedingt offenen Kommunikation. Das Paar muss darüber sprechen. Der Partner muss mitgenommen werden, um ihm die Möglichkeit zu geben, zu verstehen.

    Beim Lösen geht es um die Aufrechterhaltung der Beziehung, um Beziehungspflege!
    Durch das Lösen vom Partner wird das WIR aufgehoben und das ICH tritt wieder in den Vordergrund. Wenn dieses ICH zurückerobert wurde, können sich erneut zwei ICHs begegnen. Der andere wird als eigenständig wahrgenommen und dadurch wieder interessant. Die beiden können sich neu kennenlernen. Vorausgesetzt, sie betrachten sich mit offenen Augen, entdecken sie etwas Neues aneinander. Wir sind neugierig wie der Partner denkt und fühlt, wie er sich, mich, unsere Beziehung, das Leben wahrnimmt und erlebt. Diese Neugier lässt uns wieder aufeinander zugehen und erweckt in uns den Wunsch uns wieder zu binden.

    Wenn beide Partner sich zueinander hingezogen fühlen und dieses Binden und Lösen mehrmals durchlebt haben und all ihre Ängste und Befürchtungen kennengelernt und vielleicht auch angenommen oder durchgearbeitet haben, können sie sich auf einer immer tieferen Ebene begegnen. Dann verändert sich die Beziehung: Die anfängliche Verschmelzung, die symbiotische Verbindung entwickelt sich hin zum EINS-sein! Es bleiben zwei Menschen, die sich verbinden und EINS werden. Eine wahrhafte Ver-EINIG-ung!

    Die anfänglich auftretenden schmerzhaften Gefühle geraten mit der Zeit immer weiter in den Hintergrund und die Hingabe an das Binden und Lösen tritt in den Vordergrund. Es entsteht eine wellenförmige Bewegung mit der großen Möglichkeit, der Partnerschaft immer mehr Tiefe zu geben.

    Erfahrungs- und naturgemäß tun sich Frauen mit dem Lösen schwerer und Männer mit dem Binden. Lest dazu auch: Unterschiedliche Entwicklungswege von Mann und Frau (siehe unten stehende Links)

    „Unterschiedliche Entwicklungswege von Mann und Frau I“
    „Unterschiedliche Entwicklungswege von Mann und Frau II“
    „Unterschiedliche Entwicklungswege von Mann und Frau III“
    „Unterschiedliche Entwicklungswege von Mann und Frau IV“

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