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    Einzigartigkeit

    Von Elisabeth | 22.Dezember 2011

    Einzigartigkeit und Individualität als kulturelle Leistung.

    Zeit unseres Lebens wurden wir von außen dazu gedrängt, uns um uns selbst zu kümmern, uns an die erste Stelle zu stellen. Was unsere Eltern und Großeltern nicht lebten und wir als Manko erkannten, mussten wir entwickeln. Das war die Herausforderung der letzten Jahrzehnte.

    Wir haben uns um unser Innenleben, unser Unbewusstes gekümmert, haben uns selbst kennengelernt und gelernt, uns gegenüber anderen zu unterscheiden. Es ging immer um uns selbst: Darum dass es mir gut geht und dass ich machen kann, was ich will. – Das ist eine kulturelle Leistung der letzten Jahrzehnte und sie hat ihren Zenit überschritten!

    Uns allen gemeinsam ist: dass jeder sich als einzigartiges und besonderes Wesen empfindet. Und genau dieses Empfinden hindert uns daran, zu erkennen, dass sich der andere ebenso als einzigartiges und besonderes Wesen erlebt. Wir können das sich kulturell entwickelte Gut nicht erkennen, vielmehr meinen wir, dass es NUR wir sind bzw. haben.

    Das Empfinden unserer Einzigartigkeit, unserer Individualität gibt uns einerseits Selbstvertrauen und Kraft, andererseits isoliert es uns von unseren Mitmenschen, etwa unserem Partner. Wir sind dadurch inzwischen fast nicht mehr in der Lage, eine lange und bereichernde Partnerschaft aufrechtzuerhalten.

    Es war wichtig, uns das alles zu erobern, zu erarbeiten, durchzusetzen. Doch jetzt sehen und erleben wir, dass wir damit gar nicht so glücklich sind, wie wir uns das vorgestellt haben oder es uns versprochen wurde. Das Singleleben nährt uns nicht wirklich. Die Sehnsucht nach einer Partnerschaft, nach Nähe, Wärme, Liebe und Austausch bleibt auf der Strecke. Wir fühlen uns orientierungslos.

    Wie geht es jetzt weiter? Was ist nun gefordert? Was gibt uns wieder Sinn im Leben? Welche Werte sollen überleben oder neu benannt werden? Das sind die Fragen von heute. Und: Wie kann ich eine Beziehung leben?

    Die übersteigert gelebte Individualität hat sich in einer Vereinzelung verloren. Selten überlebt eine Beziehung die Phase der Verliebtheit. Denn wir sehnen uns zwar nach einem Partner, doch entscheiden wir uns – wenn es darauf ankommt – eben für uns. Im Außen können wir dieses Muster überall feststellen. Trennungen, um nach „grünerem Gras“ zu suchen, um sich intensiver der eigenen Karriere widmen zu können, ungestörter die eigenen Interessen verfolgen zu können…

    Es ist eine Erscheinung der Zeit. Jetzt aber steht die nächste Herausforderung an, nämlich uns wieder dem Zwischenmenschlichen zu stellen. Es gibt kein Zurück zu den alten Mustern und Rollen, denn das Leben entwickelt sich immer weiter. Das heißt, wir müssen etwas Neues erschaffen. Etwas, das noch keiner kennt und das es bisher nicht gab. Und das geht nicht ohne die Errungenschaften der Vergangenheit: Das geht nicht ohne die Stärke und das Verständnis, die sich durch das Erarbeiten der Individualität, der erkannten Einzigartigkeit entwickelt haben.

    Was bedeutet das? Wir müssen als ICH in eine Partnerschaft gehen und uns als genau dieses ICH den Spannungen, die sich in einer Beziehung ergeben, stellen. Wir müssen lernen, in welchen Situationen es notwendig ist, unser ICH aufzugeben und in welchen Situationen wir genau dieses ICH durchsetzen müssen. Das ist nicht einfach zu entscheiden und eine echte Herausforderung. Aber nur so kann mehr als die Summe zweier Individuen entstehen.

    Nutzen wir deshalb die nächsten Tage, um in unserem Partner das zu sehen, was er als einzigartig bei sich erlebt und sieht. Wie und wo zeigt sich seine Einzigartigkeit? Setzen wir doch einmal seine Brille auf und freuen uns darauf ihn/sie zu sehen, zu spüren.

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