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    Der Schatten

    Von Elisabeth | 14.Juli 2011

    Der Schatten

    Es gibt Menschen (und Situationen), zu denen wir uns unwillkürlich hingezogen oder unerklärlich abgestoßen fühlen. Das bedeutet, dass wir entweder am anderen Eigenschaften bewundern, die wir selbst an uns nicht kennen oder vielleicht gerne hätten, oder aber dass wir uns über bestimmte Eigenschaften oder ein Verhalten aufregen, das wir ablehnen und als schlecht einstufen.

    Wenn solche Gefühle mit oder durch den eigenen Partner ausgelöst werden, ist unsere Reaktion noch um ein Vielfaches intensiver. Denn niemand kann uns so stark berühren wie unser Partner bzw. unsere Partnerin.

    Um was geht es hier? Um die Begegnung mit unserem eigenen Schatten! Sie bewirkt solche uns wohl bekannten und intensiven Gefühle der Anziehung oder Ablehnung.

    Zunächst ist diese Schattenbildung erst einmal eine sehr positive Einrichtung der Psyche, um gesund aufwachsen bzw. als Kind überleben zu können. Im späteren Leben aber schaffen wir dann immer wieder neue Schatten durch unsere Bewertungen, die geprägt sind von unserer Erziehung und dem Wertesystem, in dem wir aufgewachsen sind etc. Das heißt, es gibt immer etwas, was uns nicht gefällt, uns Schwierigkeiten bereitet oder wir nicht ertragen können, genauso etwas, das wir bewundern. Das führt dazu, dass wir das, was wir als schlecht einstufen oder immer haben/sein wollten, aber nicht leben durften, verdrängen müssen – und zwar dann, wenn uns das, was wir erleben, sehen, wollen oder wahrnehmen stark missfällt oder in diesem Moment zu größeren Problemen führt als wir gerade verarbeiten können. Genau dann greift der Mechanismus der Verdrängung.

    Erleben wir die gleiche Situation öfter oder passt sich unser Wertesystem nicht den sich verändernden Lebensphasen an, verdrängen wir diese Themen in immer tiefere Schichten unseres Bewusstseins. Bis wir keinen Zugang mehr haben und sie ein richtiger SCHATTEN geworden sind. Dann werden all diese Bewertungen in unserem Unterbewusstsein wie auf einer Filmrolle gespeichert. Und diesen Film spielen wir immer wieder ab – wie im Kino, so dass wir in unserem Alltag im Außen genau das erleben, sehen und wahrnehmen, was alles darin gespeichert ist. Der Zugang zu unserem Verdrängten findet dann über das statt, was wir außen erleben. Zum Beispiel:

    Ärger und Wut

    Wir haben meist schon als Kind gelernt, dass in welcher Art auch immer geäußerter Ärger auf Ablehnung in der Familie oder Gesellschaft stößt. Und wenn wir uns deshalb entschieden haben, ein lieber, guter Mensch zu sein, dürfen wir auch kein Gefühl von Ärger oder Wut empfinden. Das bedeutet, immer wenn es auftritt, muss es sofort verdrängt – also auf unserem Film gespeichert – werden. Aber dieser Film projiziert es dann immer wieder auf die Leinwand unseres Lebens. Das heißt, wir nehmen das Verdrängte in/an unserem Gegenüber wahr. Wir erleben also unser ursprüngliches Gefühl des Ärgers als den Ärger des anderen und nicht mehr als den eigenen: Er/sie ärgert sich – nicht ich!

    In einer Beziehung, in der Ärger und Wut ein Thema ist, ist deshalb ein Partner der Liebe- und Verständnisvolle und der andere hat die Rolle des Aggressiven, Aufbrausenden. Was daraus entsteht, wissen wir alle aus eigenem Erleben.

    Solange wir damit zufrieden sind und es uns gut geht, mit dem wie es ist, können wir den Film weiterlaufen lassen. Zu einer interessanten Aufgabe wird der Zustand erst dann, wenn wir von dem, was uns da begegnet, so gestört werden, dass wir es nicht mehr wollen. Jetzt haben wir die Möglichkeit zu entscheiden, das, was wir ins Außen verlagert haben, als wieder zu uns selbst gehörig zu erkennen und es wieder zu integrieren. Erst dann werden wir so wie wir eigentlich gedacht sind: authentisch, vollständig.

    Dies ist meist mit viel Arbeit und oft auch großem Schmerz verbunden. Deshalb versuchen wir es ja auch möglichst zu vermeiden. Aber dadurch drehen wir uns stets im Kreis des Sich-ewig-Wiederholenden.

    Notwendig für den Einstieg in die Aufdeckung und Verarbeitung unserer Schattenanteile ist die Einsicht, dass das, was wir im Außen erleben, ein Teil von uns ist und nur ICH etwas daran ändern kann.

    Mehr zum Thema Schatten: http://de.wikipedia.org/wiki/Schatten_%28Archetyp%29

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