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  • Verletzungen in Beziehungen

    Von Elisabeth | 6.März 2012

    Verletzungen in Beziehungen

    Egal ob wir frisch verliebt sind, unsere Beziehung ganz neu ist oder ob wir schon eine längere bis lange Zeit miteinander verbracht haben: Gegenseitige Verletzungen geschehen – auch wenn wir uns sehr bemühen und sehr aufmerksam sind. Immer wieder treffen wir einen wunden Punkt bei unserem Partner! Das lässt sich zwar nicht vermeiden, ist aber auch eine große Chance, die uns das Leben schenkt. Denn diese Tatsache gibt uns die Möglichkeit als Persönlichkeit zu wachsen und zu reifen.

    Allerdings tun solche Verletzungen auch weh. Und wenn wir sie nicht überwinden, schaden sie auf Dauer unserer Beziehung, unserer Liebe!

    Unser normaler Umgang, den die meisten von uns gelernt haben – vor allem Frauen – ist: Die Beziehung harmonisch halten. Deshalb bagatellisieren wir Verletzungen, gehen darüber hinweg, tun so als ob nichts gewesen wäre, versuchen sie zu vergessen und folgen oft dem Sprichwort: „Die Zeit heilt alle Wunden“. Aber dieses Verhalten staut und sammelt all die empfundenen Schmerzen an, die wir durch die Verletzungen erlebt haben. Und irgendwann trägt unsere Liebe sie nicht mehr!

    Wie können wir uns verhalten, dass erst gar nichts angestaut wird?

    1. Aussprechen
    Wir sollten uns angewöhnen, es auszusprechen, dass wir uns verletzt fühlen – und zwar zeitnah. Wir gehen damit zwar das Risiko ein, wiederum unseren Partner zu verletzen, eine Disharmonie zu verursachen und als unbequem zu gelten. Aber genau dieses Aussprechen gehört zur Pflege der Liebe und Beziehung. Es stellt die Erhaltung der Liebe an die erste Stelle. Eher kleine Verletzungen sind oft schon allein durch das Aussprechen geheilt. Falls nicht, ist es notwendig, dass beide beziehungsweise der Partner, der verletzt hat, das Geschehene auch versteht und begreift.

    2. Begreifen
    Meist können wir nicht begreifen, was eigentlich passiert ist. Der Partner, der verletzt hat, wollte das gar nicht und war sich nicht bewusst, dass sein Verhalten verletzt. Vielleicht war es für ihn auch notwendig und richtig das zu tun, was zu dieser Verletzung geführt hat.

    Und derjenige, der verletzt wurde, weiß oft, dass es für seinen Schmerz keinen objektiven Grund gibt. Und doch sind die Gefühle da.

    Hier hilft es, wenn jeder sich in den anderen versetzt, sich einfühlt in den anderen, die Welt aus den Augen seines Partners sieht. Wenn das gelingt, führt es oft zu einem tiefen Verstehen des anderen und damit kann es wieder gut sein zwischen den beiden.
    Sollte es noch immer nicht geheilt sein, bedarf es eines weiteren Schritts.

    3. Anerkennen
    Hier ist es notwendig, dass der Partner, der verletzt hat, anerkennt, was er verursacht hat. Das ist oft schwer, weil er sich dann schuldig fühlt und zugeben muss, dass er der Verursacher von Schmerzen ist, also etwas falsch gemacht hat. Er erwartet, deshalb bestraft zu werden, glaubt, nicht mehr geliebt zu werden. Häufig fühlt er sich dann selbst wieder verletzt. Diese neue Verletzung steht aber während dieses Prozesses an 2. Stelle und wird erst anschließend mit den gleichen Schritten aufgehoben.

    Der Verletzte wiederum erkennt seine schmerzhaften Gefühle oft nicht an. Er meint er wäre zu sensibel, zu schnell beleidigt. Auch hier ist das Anerkennen notwendig: „Ich habe diese Gefühle.

    Durch den Prozess des Anerkennens erfahre ich: Ich bin in Ordnung, ich bin richtig, ich bin dem anderen etwas wert, ihm/ihr liegt etwas an mir. Durch das Begreifen wird sowohl der Täter als auch das Opfer anerkannt und es entsteht ein stimmiges Gefühl.

    Sollte es jetzt immer noch nicht gut sein, weil die Verletzung zu groß ist, braucht es einen weiteren Schritt.

    4. „Es tut mir leid, bitte verzeih mir“
    Hat der Verletzte das Bedürfnis, dass der Partner sich ausdrücklich entschuldigt, ein ehrliches „es tut mir leid, bitte verzeih mir“ äußert, ist dieser Schritt notwendig. Dazu gehört natürlich auch, dass der Verletzte der Bitte nach Verzeihung nachkommt und tatsächlich verzeiht. Dadurch wird das Verhältnis zwischen Schuld und Unschuld wieder aufgehoben. Es gibt keinen Täter und kein Opfer mehr.

    Nimmt der Verletzte die Entschuldigung jedoch nicht an, bleibt er in der Opferrolle stecken. Sie ist eine sehr machtvolle Rolle. Denn ich kann bei jeder Gelegenheit alle Verfehlungen meines Partners ausgraben und alles als Vorwurf benützen. So aber bleibt die Beziehung im Hamsterrad gefangen und früher oder später stirbt die Liebe ganz und damit die Beziehung.

    Gelingt aber sowohl das Entschuldigen als auch das Verzeihen, bleibt der Vorfall für IMMER gestorben.

    5. Wiedergutmachung – einen Ausgleich schaffen
    In einzelnen Fällen, in denen die Verletzung besonders groß ist oder sehr lange etwas angestaut wurde, hat der Verletzte manchmal das Gefühl, er braucht zusätzlich ein Zeichen der Wiedergutmachung, um den Ausgleich herzustellen. Hier ist es wichtig, dass der Verletzte benennt, was er dafür benötigt. Es sollte in einem Zusammenhang mit der Verletzung stehen. Es ist immer ein sehr individuelles, dem jeweiligen Paar angepasstes Tun notwendig.

    Der, der verletzt hat, muss die Bitte ehrlich annehmen und den Wunsch durchführen. Durch die konkrete Tat sieht und erlebt der Verletzte, dass dem Partner der Ausgleich wirklich wichtig ist. Spätestens damit muss dann der Vorfall beendet sein und darf keine Relevanz in der Beziehung mehr haben.

    Sollte es immer noch nicht gut sein, obwohl beide Partner es ehrlich wollten und alles ehrlich ausführten, stellt sich die Frage, ob die Liebe und die Beziehung beendet sind und eine Trennung richtig wäre.

    Mit diesen Schritten, verbunden mit dem nötigen Humor und der Leichtigkeit des Seins, sollte es gelingen, eine Beziehung immer wieder von Verletzungen zu befreien.

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    Themen: Verletzungen in Beziehungen | 2 Kommentare »

    Kommunikation in der Beziehung

    Von Elisabeth | 17.Januar 2012

    Kommunikation in der Beziehung

    Eine Herausforderung in Beziehungen ist immer wieder die Kommunikation. Häufig erleben wir es, missverstanden zu werden und das Gefühl des Nicht-verstanden-werdens macht sich breit. Oft enden dann Gespräche in unschönen Auseinandersetzungen und nicht selten im Streit.

    Muss das so sein? Oder gibt es eine Möglichkeit auf andere Art und Weise mit-einander
    zu kommunizieren? Ich denke, mit etwas mehr bewusstem Umgang und Übung ist es möglich.

    Was heißt eigentlich Kommunikation? Das Wort stammt aus dem Lateinischen: communicare bedeutet teilen, mitteilen, teilnehmen lassen, gemeinsam machen, vereinigen.

    Und mit diesen Definitionen beginnt schon die veränderte Perspektive!

    Die Frage dazu lautet: Wenn wir mit unserem Partner sprechen, wollen wir ihm/ihr dann wirklich etwas mit-teilen, ihn/sie teilnehmen lassen an unseren Gefühlen, Gedanken und Vorstellungen? Oder wollen wir vielmehr ihm/ihr etwas beibringen, sie/ihn von unserer Sichtweise überzeugen? Geht es uns eher um eine Bestätigung? Meinen wir schon im Voraus zu wissen, was da kommt? Dann nämlich hören wir gar nicht richtig zu. Und genau so verlaufen die häufigsten Gespräche von Paaren.

    Wie können wir die Kommunikation in der Beziehung ändern? Wir beginnen damit, dass wir unserem Partner zunächst die Überschrift des Themas mitteilen, also ihm/ihr sagen, worüber wir sprechen wollen. Wenn wir das selbst noch nicht so genau wissen und nur das Gefühl haben, über etwas sprechen zu sollen, dann sagen wir genau das.

    Und dann beginnen wir die Kommunikation in der Beziehung mit folgender Haltung:

    1. Ich weiß nicht vorher schon, was gesagt wird, was rauskommen soll, wie das Gespräch verlaufen soll.

    2. Ich bin mir bewusst, dass ich mit einem ANDEREN Menschen spreche und nicht mit mir selbst. Folglich spreche ich mit jemandem, der ANDERE Erfahrungen, Sichtweisen, Herangehensweisen, Anlagen hat als ich.

    3. Ich bin mir bewusst, dass immer auch unbewusste Prozesse bei mir und beim anderen die
    Kommunikation in der Beziehung beeinflussen können. D.h. sollte mich etwas stören, ich beleidigt sein, wütend werden, mich klein und nichtig fühlen etc. – halte ich erst einmal inne und erinnere mich, dass etwas IN MIR passiert und nicht bei oder durch meinen Partner – und dass er mir höchstwahrscheinlich etwas ganz anderes mit-teilen will.

    4. Wenn ich etwas nicht verstehe, wenn ich anderer Meinung bin, anders fühle, etwas anderes erlebt habe, gehe ich nicht zum Angriff über, sondern frage nach!

    5. Ich gehe in keinen WETTBEWERB, ich bin interessiert an dem, was mein Partner zu sagen hat. Ich möchte mich durch die Meinungen, Erfahrungen, Sichtweisen des anderen be-reichern lassen.

    6. Der ANDERE ist nicht mein Gegenspieler, sondern mein MITspieler!

    7. Mich interessiert es, wie mein Partner sich ausdrückt und wie er die gleiche Situation erfährt/erlebt.

    Wenn wir auch nur einen Punkt davon berücksichtigen, werden sich unsere Gespräche bereits verändern und mit der Zeit können wir immer mehr Punkte integrieren. Dann passiert Folgendes: Wir empfinden immer mehr, dass wir durch die Kommunikation mit unserem Partner bereichert werden, dass unsere Beziehung dadurch wahrhaft lebendig wird. Und weil alles Lebendige sich immer weiter entwickelt und ständig etwas Neues schafft, schaffen auch wir durch unsere Offenheit und Neugierde, durch das Integrieren dessen, was unser Partner uns mit-teilte, wieder etwas Neues. Und zwar etwas, das es vorher nicht gab. Etwas, das erst durch die wohlwollende Kommunikation MIT unserem Partner entstanden ist und das so nur WIR BEIDE schaffen können. Wir erleben Fülle!

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    Themen: 12-Schritte, Kommunikation in der Beziehung | 4 Kommentare »

    Einzigartigkeit

    Von Elisabeth | 22.Dezember 2011

    Einzigartigkeit und Individualität als kulturelle Leistung.

    Zeit unseres Lebens wurden wir von außen dazu gedrängt, uns um uns selbst zu kümmern, uns an die erste Stelle zu stellen. Was unsere Eltern und Großeltern nicht lebten und wir als Manko erkannten, mussten wir entwickeln. Das war die Herausforderung der letzten Jahrzehnte.

    Wir haben uns um unser Innenleben, unser Unbewusstes gekümmert, haben uns selbst kennengelernt und gelernt, uns gegenüber anderen zu unterscheiden. Es ging immer um uns selbst: Darum dass es mir gut geht und dass ich machen kann, was ich will. – Das ist eine kulturelle Leistung der letzten Jahrzehnte und sie hat ihren Zenit überschritten!

    Uns allen gemeinsam ist: dass jeder sich als einzigartiges und besonderes Wesen empfindet. Und genau dieses Empfinden hindert uns daran, zu erkennen, dass sich der andere ebenso als einzigartiges und besonderes Wesen erlebt. Wir können das sich kulturell entwickelte Gut nicht erkennen, vielmehr meinen wir, dass es NUR wir sind bzw. haben.

    Das Empfinden unserer Einzigartigkeit, unserer Individualität gibt uns einerseits Selbstvertrauen und Kraft, andererseits isoliert es uns von unseren Mitmenschen, etwa unserem Partner. Wir sind dadurch inzwischen fast nicht mehr in der Lage, eine lange und bereichernde Partnerschaft aufrechtzuerhalten.

    Es war wichtig, uns das alles zu erobern, zu erarbeiten, durchzusetzen. Doch jetzt sehen und erleben wir, dass wir damit gar nicht so glücklich sind, wie wir uns das vorgestellt haben oder es uns versprochen wurde. Das Singleleben nährt uns nicht wirklich. Die Sehnsucht nach einer Partnerschaft, nach Nähe, Wärme, Liebe und Austausch bleibt auf der Strecke. Wir fühlen uns orientierungslos.

    Wie geht es jetzt weiter? Was ist nun gefordert? Was gibt uns wieder Sinn im Leben? Welche Werte sollen überleben oder neu benannt werden? Das sind die Fragen von heute. Und: Wie kann ich eine Beziehung leben?

    Die übersteigert gelebte Individualität hat sich in einer Vereinzelung verloren. Selten überlebt eine Beziehung die Phase der Verliebtheit. Denn wir sehnen uns zwar nach einem Partner, doch entscheiden wir uns – wenn es darauf ankommt – eben für uns. Im Außen können wir dieses Muster überall feststellen. Trennungen, um nach „grünerem Gras“ zu suchen, um sich intensiver der eigenen Karriere widmen zu können, ungestörter die eigenen Interessen verfolgen zu können…

    Es ist eine Erscheinung der Zeit. Jetzt aber steht die nächste Herausforderung an, nämlich uns wieder dem Zwischenmenschlichen zu stellen. Es gibt kein Zurück zu den alten Mustern und Rollen, denn das Leben entwickelt sich immer weiter. Das heißt, wir müssen etwas Neues erschaffen. Etwas, das noch keiner kennt und das es bisher nicht gab. Und das geht nicht ohne die Errungenschaften der Vergangenheit: Das geht nicht ohne die Stärke und das Verständnis, die sich durch das Erarbeiten der Individualität, der erkannten Einzigartigkeit entwickelt haben.

    Was bedeutet das? Wir müssen als ICH in eine Partnerschaft gehen und uns als genau dieses ICH den Spannungen, die sich in einer Beziehung ergeben, stellen. Wir müssen lernen, in welchen Situationen es notwendig ist, unser ICH aufzugeben und in welchen Situationen wir genau dieses ICH durchsetzen müssen. Das ist nicht einfach zu entscheiden und eine echte Herausforderung. Aber nur so kann mehr als die Summe zweier Individuen entstehen.

    Nutzen wir deshalb die nächsten Tage, um in unserem Partner das zu sehen, was er als einzigartig bei sich erlebt und sieht. Wie und wo zeigt sich seine Einzigartigkeit? Setzen wir doch einmal seine Brille auf und freuen uns darauf ihn/sie zu sehen, zu spüren.

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    Themen: Einzigartigkeit | Kein Kommentar »

    Verantwortung übernehmen

    Von Elisabeth | 29.November 2011

    Verantwortung übernehmen

    Überall wird heute davon gesprochen, dass der Einzelne wieder mehr Verantwortung übernehmen soll und muss – in allen Lebensbereichen. So auch in Beziehungen. Bisher haben die traditionellen Rollenbilder klar aufgeteilt, wer in einer Partnerschaft was zu tun hat und wer wofür zuständig ist. Und wer sich an diese Vorgaben gehalten hat, war zum großen Teil abgesichert. Zum Beispiel kümmert sich der Mann in der Hauptsache um die finanzielle Versorgung der Familie und erledigt die Arbeiten um Haus oder Wohnung . Dafür ist die Frau zuständig für Beziehung(en), Gefühle und Kinder.Dies ist heute meist nicht anders, wenn auch oft nur noch im gefühlten Bereich, was nicht weniger bestimmend ist! Als Gegenleistung bekommt sie materielle Sicherheit und kann „schwere“ Arbeiten abgeben. Und der Mann bekommt ein Heim, Liebe und eine Frau, die seine Kinder erzieht.

    In dieser Situation war es nicht notwendig, Verantwortung zu übernehmen, weil ein bestimmtes Tun zu einem bestimmten Ergebnis führte und es keine AUSWAHL gab. Um jedoch echte Verantwortung übernehmen zu können, ist es notwendig, die FREIE WAHL und die Fähigkeit zur bewussten Entscheidung zu haben.

    Das bedeutet: Immer wenn ich keine Möglichkeit habe, mich zu entscheiden, kann ich auch kein Verantwortungsgefühl entwickeln. Das wiederum erfordert, dass ich mir bewusst werde, aus welchen Gründen heraus ich handle, Wünsche formuliere und mein Leben oder meine Beziehung lebe. Die alleinige Formulierung „dafür bin ich verantwortlich!“ oder „ich übernehme dafür die Verantwortung“ bleibt ohne dieses Bewusstsein eine leere Worthülse. Weil ich selbst nicht weiß, warum ich mich so oder anders entscheide und den Unterschied gar nicht spüren kann.

    Wenn ich mich aber freiwillig für etwas entscheide und dafür die Verantwortung übernehme, spüre ich in mir eine Sicherheit und Klarheit für meine Entscheidung und alles, was daraus folgt. Ich bin mir bewusst, was diese Entscheidung für mich UND für den/die anderen bedeutet mit der Konsequenz, dass ich sowohl in meiner Beziehung als auch bei einer eventuellen Trennung meinen Teil tragen werde. Dann werden sich die vielen Kämpfe um Positionen und darum, wer wann und wofür zuständig ist,
    wer was verschuldet hat, etc. verringern und sich die gegenseitigen Verletzungen reduzieren.

    Das macht mich zu einem wahrhaft selbst-bewussten, selbst-sicheren, verantwortungsbewussten und empathischeren Menschen.

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    Themen: Verantwortung | Kein Kommentar »

    Innere Ruhe

    Von Elisabeth | 8.November 2011

    Innere Ruhe erreichen

    Unsere Arbeit fordert uns mehr denn je und zahlreiche Freizeitbeschäftigungen füllen den Rest unseres Terminkalenders aus. Wenn sich jetzt auch noch Herausforderungen in unseren Beziehungen, an unserem Arbeitsplatz oder mit uns selbst einstellen, können wir meist nur unter Zeitdruck handeln und uns nicht genügend Rückzug erlauben. Wir sind selten in der Lage, unser Betriebssystem herunterzufahren. Doch wir alle wünschen uns erfüllende Beziehungen und wollen uns sicher fühlen, in dem, was wir tun. Um aber in die Situation zu kommen, uns frei entscheiden zu können, was wir tatsächlich wollen bzw. was in diesem Moment richtig für uns ist, brauchen wir den Zustand innerer Ruhe.

    Es gibt eine hervorragende Möglichkeit, sich leichter zu entspannen, zu konzentrieren und zu innerer Ruhe zu gelangen: z. B. binaurale Beats. Das sind Töne, die im Gehirn entstehen, wenn jedem Ohr eine andere Frequenz zugespielt wird. Dadurch können die Hirnwellen je nach Höhe stimuliert werden, um zum Beispiel Entspannung, Aufmerksamkeit Lernfähigkeit oder Trance zu fördern.

    Wichtig: Epileptiker, Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten fragen bitte VORHER ihren Arzt!

    Willst du mehr über binaurale Beats wissen? Dann klicke HIER.

    Hier ein Link zu einer 15-Minuten-Meditation:

    Und hier kannst du meinen kostenlosen Kurs „Aufmerksamkeits- und Achtsamkeitstraining“ anfordern:

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    Männer und Gefühle

    Von Gast | 1.November 2011

    Männer und Gefühle

    Heute möchte ich einmal eine männliche Stimme zu Wort kommen lassen. Da ich mich als Frau ja immer nur theoretisch über das männliche Verhalten äußern kann. Hier die Erfahrungen eines Mannes, der schon viele Jahre mit mir arbeitet.

    Michael, 55 Jahre
    Der Artikel „Gefühle leben“ hat mich veranlasst zu prüfen, wie es mir mit Gefühlen geht bzw. ging. Ich habe auch überlegt ob ich tatsächlich auch wie die meisten Männer sprachlos bin.
    Dazu fiel mir zunächst ein, dass meine erwachsenen Töchter mich oft darauf aufmerksam machen, dass ich in bestimmten Momenten nichts sage.

    Da ich allerdings ein Typ bin, der oft eher zu viel sagt, habe ich mich gefragt: Wann sage ich nichts? Dazu ist mir Folgendes eingefallen: Wenn ich mich auf meine weiche Seite einlasse, also auf meine Gefühle achte, meine Emotionen beachte, bin ich unsicher, fehlen mir Worte, bin ich am Ausweichen, Weggehen, mich Ablenken.

    Dann habe ich mich erinnert: Als Junge hatte ich das Problem, dass mir schnell die Tränen kamen und ich dann als Heulsuse betrachtet wurde, auch wenn es nicht wehleidig war sondern meist dann auftrat, wenn ich nichts gegen starke Emotion tun konnte, ausgelöst z. B. durch den Schmerz, den andere durch den Tod einer Person bei der Beerdigung zum Ausdruck brachten. Es konnte beim Lachen passieren, beim Glücklichsein oder durch die Berührung einer Tante, die mir das Gefühl von Nähe und angenommen sein gab.
    Ich konnte nichts gegen die Tränen machen. Aber ich hätte sie gerne unterdrückt, weil ich nicht wollte, dass andere mich so sehen und damit erkennen wie ich mich fühle. Heute bin ich über 50 Jahre alt und es ist wenig anders.

    Als Junge bin ich immer, wenn es mir in Gegenwart anderer so ging wortlos aus dem Zimmer gegangen und kam erst wieder zurück, wenn ich meine Emotionen im Griff hatte. Gesprochen habe ich auch nicht, damit meine Stimme mich nicht verraten konnte. So gewöhnte ich mir an, Themen, bei denen ich das Auftreten unkontrollierbarer Emotionen vermutete, nicht anzusprechen und damit jene Worte, die Gefühle ausdrücken, aus meinem Wortschatz zu streichen. So vergaß ich sie irgendwann ganz.

    Als junger Mann erlebte ich dann, wenn ein/e Mädchen/Frau in mir Emotionen/Erregung auslöste, dass ich nicht wusste, wie ich mit ihr umgehen und mit ihr sprechen sollte – obwohl mir der Gesprächsstoff sonst nie ausging und ich als Unterhalter beliebt war.

    Erst mit über 40 Jahren wurde mir bewusst, dass ich Frauen/Mädchen damit verletzt habe, dass ich mich aus Unsicherheit von ihnen zurückzog, sobald ich spürte, dass zwischen uns Emotionen entstanden sind, die Ausdruck verlangt hätten. Ich hatte damals keine Ahnung, warum diese Emotionen auftraten und was sie mir sagen wollten. Ich merkte nur, dass ich sie nicht kontrollieren, nicht in eine Regel einordnen konnte. Ich hatte Angst, ausgelacht zu werden, wenn ich sagen würde, wie ich mich fühle. Ich hatte Angst, als schwach, unmännlich und weibisch zu gelten.
    Ich wollte mich Frauen, die mir gefielen und bei denen ich Emotionen spürte, nicht nähern, weil ich wusste, dass ich sie enttäuschen würde. Ich dachte sie interessieren mich nur sexuell, aber nicht für eine Beziehung. Und ich wusste, wenn sie nach eventuellem Sex Nähe oder eine Beziehung mit mir wollen würden, müsste ich sie enttäuschen. Nämlich dann, wenn ich keine Nähe oder Beziehung hätte haben wollen und ich darüber nie hätte sprechen können und wortlos meines Weges gegangen wäre. Ich erwartete, dass diese Frau dann sehr enttäuscht wäre und mir eine emotionale Szene machen würde, in der ich nicht wüsste, was ich tun oder sagen sollte. Diese Vorstellung war mir so unangenehm, dass ich lieber auf die Möglichkeit verzichtete, Sex zu haben.

    Von anderen Männern habe ich immer wieder gehört, wie sie sich über solche Situationen abfällig äußerten. Zum Beispiel, dass Frauen eine Szene machen: Unmöglich, was will die denn?

    Ich werde sprachlos, wenn ich nicht weiß, was ich tun oder antworten soll. Ich sage dann lieber nichts, um nichts Falsches zu sagen. Ich gehe lieber weg, um mich nicht unangenehmen Gefühlsauseinandersetzungen stellen zu müssen. Denn in diesen Dingen kenne ich mich nicht gut aus, fühle mich unterlegen und bin ungeschützt und unsicher.

    Meine Gefühle kann ich besser in Gesten ausdrücken, in Berührungen, in praktischen Taten. Worte sind für mich ein Versprechen, das ich vielleicht nicht halten kann. Worte sind für mich verbindlich. Ich will aber vielleicht lieber ungebunden sein. Ich will nicht sagen „Ich liebe dich“, wenn ich nicht weiß, ob es morgen auch noch gilt. Aussagen, die Gefühle ansprechen, empfand ich stets als riskant, da ich unsicher war. Denn ich wusste, so wie ich mich heute gefühlt habe, konnte ich mich vielleicht schon morgen nicht mehr fühlen. Und ich konnte doch nicht etwas sagen, von dem ich nicht sicher war, ob es immer stimmt.

    Heute würde ich das gern anders machen. Ich möchte jetzt aussprechen, was ich fühle, denn ich habe keine Angst mehr vor den Emotionen. Aber ich stelle dann oft fest, dass ich das nicht gelernt habe, die Worte mir dazu nicht einfallen. Ich muss deshalb erst meine Sprache hierfür wiederfinden.

    Vielleicht gibt es ja noch mehr männliche Stimmen, die sich zu „Männer und Gefühle“ äußern wollen. Ich würde mich sehr freuen.

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    Themen: Männer und Gefühle | Kein Kommentar »

    Wo bist du zuhause?

    Von Elisabeth | 25.Oktober 2011

    Wir haben alle ein bestimmtes Thema, das uns das ganze Leben lang begleitet. Ein Thema, zu dem es uns immer wieder zieht; wo unsere ganze Energie hingeht. Wenn wir dieses leben und bearbeiten können, empfinden wir in der Regel ein Gefühl von Stimmigkeit.
    Viele Menschen haben zwei fast gleichwertige Themen, einzelne Menschen haben drei Themen.
    Man kann sie zu fünf Hauptthemen mit folgenden Überschriften zusammenführen
    (wobei sich die ersten drei auf dich persönlich beziehen, das vierte auf den Dienst
    in der Gesellschaft und das fünfte eine Ausgewogenheit zwischen allen Themen herstellen will):
    1: Sicherheit, Instinkte, Körperbewusstsein
    2: elterliche Liebe, Sexualität
    3: Freundschaft, Familie
    4: Beruf, Berufung, soziales Bewusstsein
    5: Friedensenergie, Neutralität

    Um in einer Beziehung so wenig Reibungspunkte wie möglich zu haben, ist es wertvoll, dein eigenes Thema zu kennen und ebenso das deines Partners. Habt ihr verschiedene Themen, ist es ungleich schwerer, euch zu verständigen.

    1. Sicherheit, Instinkte, Körperbewusstsein
    Wenn du hier zuhause bist, ist dir dein Körper sehr wichtig. Vielleicht treibst du viel Sport, achtest auf deine Ernährung – willst deinen Körper pflegen. Ebenso ist dir die materielle Absicherung wichtig. Du fühlst dich tief verwurzelt, bist bodenständig und hast einen gesunden Willen zum Leben.

    2. Elterliche Liebe, Sexualität
    Dein Zuhause ist hier, wenn sich viel in deinem Leben um deine Kinder dreht. Du willst sie überallhin mitnehmen und sie sind der Mittelpunkt in deinem Leben. Du kannst sehr sexuell sein und suchst im Partner deine andere Hälfte. Außerdem bist du sehr emotional und begeisterungsfähig.

    3. Freundschaft, Familie
    In diesem Zuhause nimmt die Freundschaft und die Familie den ersten Platz ein. Du willst mit anderen etwas erleben und bist sehr loyal. Du akzeptierst die Andersartigkeit deines Gegenübers. Du testest auch gerne aus, ob die Beziehung hält. Deine Entscheidungen triffst du oft aus dem Bauch und diese erweisen sich dann meist als richtig.

    4. Berufung, Beruf
    Wenn du hier zuhause bist, ist dir dein Beruf wichtig, um deinen Beitrag in der Gesellschaft zu leisten. Du bist vielleicht sogar ein Workaholic. Du musst dich definieren, das heißt, du kennst dadurch deine Stärken und Schwächen. Das wiederum lässt dich deine Arbeit mit wenig Aufwand erledigen. Du bist großzügig.

    5. Neutralität, Friedensenergie
    Hier geht es Dir in erster Linie um Ausgewogenheit, du bist daran interessiert, alles ins Gleichgewicht zu bringen, um dadurch Frieden zu schaffen. Du bist am größeren Zusammenspiel des Lebens interessiert – daran, wie das Einzelne mit dem Ganzen zusammenhängt. Dabei spürst du vorhandene Blockaden auf und willst diese dann auch lösen. Es ist dir sehr wichtig, das, was du weißt, auch auszudrücken.

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    verstummen

    Von Elisabeth | 18.Oktober 2011

    Männer und Frauen verstummen

    Männer haben oft große Probleme, in ihren Beziehungen emotional anwesend und aufmerksam zu sein. Und Frauen sind es gewohnt, nicht das zu sagen, was sie wirklich denken und wollen, sondern was sie denken, sagen oder wollen zu müssen. Wie kommt es, dass wir unsere Stimme verlieren, verstummen und solche Schwierigkeiten haben, über unsere Gefühle zu sprechen – sie überhaupt wahrzunehmen und ernst zu nehmen?

    Dazu ein paar Auszüge aus dem Buch „Die Wiederentdeckung der Lust“ von Carol Gilligan: „Fünfjährige Jungen müssen, wenn sie dazugehören wollen, jene Teile ihrer Persönlichkeit verbergen, die nicht als männlich oder heroisch gelten. Die treibende kulturelle Kraft hinter dieser Initiation kommt in den oft brutalen Hänseleien gegen Jungen zum Vorschein, die sich den kulturellen Codes der Männlichkeit widersetzen oder ihnen anderweitig nicht entsprechen. … Die Veränderungen … entsprechen den Erfahrungen von Mädchen in der Adoleszenz, wenn sie sich eher indirekt, unauthentisch in ihren Beziehungen schildern und nicht preisgeben, was sie fühlen und denken.“ (Seite 109)

    „Ich kam zu dem Schluss, dass gerade Mädchen in der Pubertät Gefahr laufen, eine vertrauensvolle Beziehung zu verlieren. In dieser Lebensphase entdecken oder fürchten Mädchen häufig, dass sie ihre Verbindung mit anderen in der Welt im Allgemeinen gefährden, wenn sie lebendige Teile ihres Selbst, ihrer Lust und ihres Wissens zu erkennen geben.“ (Seite 28)

    Für mich heißt das, dass beide Geschlechter wichtige Teile ihres Selbst verleugnen, verstecken und verdrängen müssen, um die sie umgebenden, kulturell vorgegebenen und patriarchalen Strukturen aufrechtzuerhalten. – Es ist eine Anpassungsleistung! Letztlich bedeutet das: Männer sind in der Welt gefährdet, wenn sie zu verletzlich sind. Und Frauen gefährden ihre Beziehung, wenn sie zu ihrer Lust und ihrem Wissen stehen.

    Ein Unterschied, den das Buch aufgreift, ist meines Erachtens wichtig zu wissen: „Mit fünf Jahren lernen Kinder wie die Welt beschaffen ist; sie betätigen sich als Naturforscher. In der Adoleszenz lernen sie wie die Welt vorgeblich ist; es ist die Zeit des Hypothetischen. Man entwickelt die Fähigkeit, Möglichkeiten ins Auge zu fassen. …, dass Jungen die Attribute der Männlichkeit als Tatsache auffassen, während Mädchen in der Adoleszenz eher eine Kluft wahrnehmen zwischen dem was wirklich ist und dem was vorgetäuscht wird.“ (Seite 110)

    Das erklärt, warum es Männern so schwer fällt, sich auf ihre weiche Seite einzulassen. Denn sie müssen ihre weibliche Seite im Alter zwischen 4 und 5 Jahren aufgeben – genau in der Zeit, in der das Kind noch alles als Tatsache wahrnimmt. Frauen hingegen lernen erst mit dem Erwachen der sexuellen Energien in der Pubertät sich zu verleugnen – dann nimmt man sich schon bewusst wahr. Das bedeutet, sie verlieren nie ganz das Gespür für die darunter liegenden Gefühle. Das erklärt wiederum, warum Frauen oft Möglichkeiten ihres Partners und ihrer Beziehung wahrnehmen, die Männern vollkommen unbewusst sind.

    Wir alle wünschen uns gegenseitig befruchtende Partnerschaften. Um diese eingehen zu können, ist es deshalb notwendig, dass Frauen sich aus der patriarchalen Herrschaft befreien und zu ihrer Liebe, zu ihrer Lust und ihrem Wissen stehen und das Risiko eingehen, ihre Beziehung dadurch zu verlieren. Und Männer müssen den Mut aufbringen, ihr Herz zu öffnen, Nähe zuzulassen und ihre Liebe zum Ausdruck zu bringen.

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    keine Gefühle zeigen

    Von Elisabeth | 11.Oktober 2011

    keine Gefühle zeigen

    Jeder von uns kennt Situationen, in denen wir uns unseren Gefühlen ausgeliefert sehen und erleben. Wir reagieren immer wieder gleich auf ähnliche Auslöser, ohne dass es dadurch zu einem Ergebnis kommt oder dass das Problem/die Situation auf Dauer gelöst oder verbessert wird.

    Zum Beispiel bei Menschen, deren Thema „Wut“ ist: Sie reagieren immer wieder wütend auf Erlebnisse, in denen es nicht angebracht ist. Sie verstricken sich und ihr Gegenüber in Auseinandersetzungen oder Streitereien, die das eigentliche Thema gar nicht berühren. Etwa wenn der Partner eine angebrochene Wasserflasche immer wieder an den nicht von ihnen vorgesehenen Platz stellt. Das macht sie wütend und sie fangen an, um den richtigen Platz für die Flasche zu streiten. Damit drehen sie sich im Kreis und kommen nie zur entscheidenden Frage. Nämlich: „Warum muss die Flasche unbedingt hier und darf nicht woanders stehen? Was wird durch das Verhalten meines Partners in mir ausgelöst? Worum geht es eigentlich? Statt sich darum zu kümmern, wird der erste Impuls des Wütendseins voll und spontan ausgelebt!

    Noch ein Beispiel: beleidigt sein. Sie reagieren immer wieder automatisch beleidigt, wie auf Knopfdruck, und ziehen sich zurück? Wieder ein Kreisel, der zu keiner Lösung führt. Denn damit berauben Sie sich der vielen Möglichkeiten eines positiven Austausches oder eines tiefergehenden Verstehens Ihrer Emotionen und Ihres Verhaltens.

    Wir erleben: „Denken können wir zwar was wir wollen, aber auf das Fühlen haben wir keinen Einfluss. Wir können nicht fühlen, was WIR wollen!

    Dazu müssen wir verstehen, dass alle Reaktionen auf zum Menschsein gehörende Gefühle, wie Wut, Angst, Ekel, sexuelles Verlangen, Neid oder Schadenfreude, in unserem Körper gespeichert sind. Und zwar immer noch genauso wie sie unseren Vorfahren vor 30.000 Jahren zum Überleben nutzten. Deshalb reagieren wir in Beziehungen meist nicht gewollt und bewusst auf den anderen. Vielmehr reagieren wir aus den überholten und in uns gespeicherten Reaktionsmustern heraus. Und damit verhindern wir genau das, was wir am meisten wollen: eine glückliche Beziehung! Um künftig selbstbestimmter reagieren zu können, ist mehr Bewusstheit über unsere Verhaltensmuster notwendig.

    Wie schaffen wir es, diese Muster zu durchbrechen?

    1. Wir müssen erst einmal wahrnehmen und erkennen, dass wir uns immer wieder in gleichen Situationen befinden, egal ob mit dem Partner, dem Chef, der Arbeitskollegin, dem Nachbarn, beim Sport. Überall reagieren wir gleich. Zum Beispiel „nicht in die Knie gehen können“. Das zeigt sich im Sport ebenso wie beim Partner, Chef, Arbeitskollegen oder Nachbarn. Wir müssen immer Recht haben, unsere Meinung durchsetzen. Typisches Beispiel beim Tennisspiel, wenn es Dir nicht gelingt, den Ball optimal zu schlagen, weil Du in die Knie gehen müsstest. Doch das kommt ja nicht in Frage!

    Das bewusst zu erleben, ist die Voraussetzung dafür, dass sich in Dir das Gefühl entwickeln kann: DAS WILL ICH SO NICHT MEHR!

    2. Als Nächstes geht es um die Erkenntnis, dass WIR es selbst in der Hand haben, etwas zu verändern. Besser gesagt: NUR wir können das! Trotzdem beginnen wir meist damit zu denken, der/die andere muss etwas ändern. Schließlich mache ich alles gut und richtig und mein Problem löst sich, sobald sich der andere oder die Situation in meinem Sinne verändert. Im Lauf eines bewussten Lebens können wir erkennen, dass dem nicht so ist. Selten haben wir Einfluss auf den anderen, auf eine Situation. Genauso wenig können wir das Regenwetter in Sonnenschein verwandeln.

    Das heißt: Ich kann letztlich nur IN mir MEINE Einstellung und Sicht der Dinge verändern. Wie das geht? Du brauchst dazu ein gewisses Wissen über die gesetzmäßigen Zusammenhänge zwischen Denken, Fühlen und Verhalten und musst lernen das für Dich Wichtige von Unwichtigem zu trennen. Ich möchte dazu mit meinem Blog beitragen.

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    Themen: keine Gefühle zeigen | Kein Kommentar »

    „falling in love“ Teil 2

    Von Elisabeth | 16.August 2011

    „falling in love“ Teil 2
    Binden und lösen in Paarbeziehungen

    Voraussetzung, um Beziehungen langfristig für beide Partner befriedigend zu leben, ist sich zu binden, aber sich auch immer wieder zu lösen. Denn nur so kann die erforderliche Identität beider Partner erhalten bleiben, die notwenig ist, um die Nähe zuzulassen, die in einer Partnerschaft zur Ver-EINIG-ung führt.
    Während es im ersten Teil um das Thema Binden ging, möchte ich hier nun näher auf die Mechanismen des Lösens eingehen und betonen, dass die beschriebene Notwendigkeit für jede Art von Partnerschaft gilt.
    Das notwendige Sich-lösen innerhalb der Paarbeziehung ist meist angstbehaftet. Wir befürchten, dass die Beziehung ganz in die Brüche gehen könnte. Diese Angst muss überwunden werden. Denn wenn wir in der An-Bindung bleiben, wird das WIR immer stärker und das ICH immer schwächer, bis es nur noch ein WIR gibt. Das bedeutet, wir haben unser ICH verloren, können nicht mehr unterscheiden: Was will ich? Was will der andere? Was fühle ich? Was fühlt der andere? …

    Für eine gelingende Partnerschaft braucht es aber zwei. Wir sprechen ja auch von PARTNER-schaft.

    Sich zu lösen bedeutet: Die Partnerschaft insofern wieder zu verlassen, dass man lernt,
    – sich wieder selbst zu spüren,
    – sich getrennt vom Partner zu erleben,
    – eigenen Wünschen nachzugehen,
    – sich einmal wieder so zu verhalten, wie wenn man alleine wäre, ohne an den Partner denken zu müssen
    – sich den Freiraum zu verschaffen, der notwendig ist und die Möglichkeit bietet, seine eigenen Bedürfnisse, die innerhalb der Partnerschaft nicht befriedigt werden können, zu erfüllen.

    Ganz normal ist es, wenn dann Gefühle des Verlassenwerdens, Nicht-mehr-genügens oder Nicht-mehr-geliebt-werdens aufkommen. Um damit umgehen zu können und nicht wieder in Angst und alte Verhaltensmuster zu verfallen oder sie gar als Vorwurf und Drohung gegenüber dem Partner, der sich gerade lösen will oder muss, zu verwenden, müssen beide die Notwendigkeit des Sich-wieder-lösens erkannt haben.

    Das funktioniert nur mit einer unbedingt offenen Kommunikation. Das Paar muss darüber sprechen. Der Partner muss mitgenommen werden, um ihm die Möglichkeit zu geben, zu verstehen.

    Beim Lösen geht es um die Aufrechterhaltung der Beziehung, um Beziehungspflege!
    Durch das Lösen vom Partner wird das WIR aufgehoben und das ICH tritt wieder in den Vordergrund. Wenn dieses ICH zurückerobert wurde, können sich erneut zwei ICHs begegnen. Der andere wird als eigenständig wahrgenommen und dadurch wieder interessant. Die beiden können sich neu kennenlernen. Vorausgesetzt, sie betrachten sich mit offenen Augen, entdecken sie etwas Neues aneinander. Wir sind neugierig wie der Partner denkt und fühlt, wie er sich, mich, unsere Beziehung, das Leben wahrnimmt und erlebt. Diese Neugier lässt uns wieder aufeinander zugehen und erweckt in uns den Wunsch uns wieder zu binden.

    Wenn beide Partner sich zueinander hingezogen fühlen und dieses Binden und Lösen mehrmals durchlebt haben und all ihre Ängste und Befürchtungen kennengelernt und vielleicht auch angenommen oder durchgearbeitet haben, können sie sich auf einer immer tieferen Ebene begegnen. Dann verändert sich die Beziehung: Die anfängliche Verschmelzung, die symbiotische Verbindung entwickelt sich hin zum EINS-sein! Es bleiben zwei Menschen, die sich verbinden und EINS werden. Eine wahrhafte Ver-EINIG-ung!

    Die anfänglich auftretenden schmerzhaften Gefühle geraten mit der Zeit immer weiter in den Hintergrund und die Hingabe an das Binden und Lösen tritt in den Vordergrund. Es entsteht eine wellenförmige Bewegung mit der großen Möglichkeit, der Partnerschaft immer mehr Tiefe zu geben.

    Erfahrungs- und naturgemäß tun sich Frauen mit dem Lösen schwerer und Männer mit dem Binden. Lest dazu auch: Unterschiedliche Entwicklungswege von Mann und Frau (siehe unten stehende Links)

    „Unterschiedliche Entwicklungswege von Mann und Frau I“
    „Unterschiedliche Entwicklungswege von Mann und Frau II“
    „Unterschiedliche Entwicklungswege von Mann und Frau III“
    „Unterschiedliche Entwicklungswege von Mann und Frau IV“

    Themen: "falling in love" Teil 2 | Kein Kommentar »

    „falling in love“

    Von Elisabeth | 11.August 2011

    „falling in love“ Teil 1:
    binden und lösen in Paarbeziehungen

    Sich zu binden, aber sich auch immer wieder zu lösen, ist die Voraussetzung, um Beziehungen langfristig für beide Partner befriedigend zu leben.
    Das Sich-binden erfolgt in aller Regel mehr unbewusst. Indem wir uns verlieben, wird das Bindungsprogramm aktiviert. Und das läuft im Detail meist so ab:
    Etwas am anderen fasziniert uns: seine Augen, seine Erscheinung, seine Stimme, sein Lächeln, sein Denken, seine Art sich auszudrücken oder sich zu bewegen … Wir fühlen uns angezogen, hingezogen, der/die andere erscheint uns begehrenswert und wir hegen die Hoffnung, dass wir auch begehrenswert für ihn/sie sind.
    Oder es geschieht anders herum. Wir bemerken, dass ein anderer uns begehrenswert findet und wir sehen deshalb genauer hin, wir entdecken dann an dieser Person auch Merkmale, die wir begehrenswert finden und verlieben uns.
    Meist fallen wir in das Verliebtsein regelrecht hinein – der englische Begriff „falling in love“ drückt das sehr gut aus.
    Das zeigt sich in Träumerei sexueller oder romantischer Natur oder in beidem, je nach Typ. Das Verliebtsein hat sich verselbstständigt, wir können wenig bis nichts dagegen oder dafür tun. Vorausgesetzt, die von uns ausgesuchte Person benimmt sich nicht stark daneben. Je nach Veranlagung steigert sich das Verliebtsein langsam oder sehr heftig und intensiv.
    Um solche Gefühle zu erleben, ist nicht mehr notwendig als Bereitschaft und Offenheit!
    Der Prozess geht weiter, indem wir täglich etwas Neues an der/dem Geliebten ausfindig machen. Dadurch interessieren wir uns immer mehr für ihn/sie und unser Verlangen steigt. Unter normalen Umständen würden wir das alles gar nicht wahrnehmen. Nur die Augen eines Verliebten können das. Das kann so weit gehen, dass nicht mal mehr das reale Gesicht des/der Auserwählten visualisiert werden kann, sondern nur noch die erhöhte Version.
    Alle Unvollkommenheiten werden positiv ausgelegt. Deshalb ist es nicht selten, dass wenn dieser Zustand nach einigen Monaten vorbei ist, uns genau das, was uns fasziniert hat, nun ärgert. Zum Beispiel: Du empfindest deine/n Geliebte/n als sehr ruhig und gelassen. Das tut dir gut und du bist davon beeindruckt. Später aber ist es genau das, was dich maßlos ärgert. Er/sie ist sooo langsam!
    Warum ist das so?
    Dieser Prozess ist eine Einrichtung der menschlichen Natur, um in uns die Bereitschaft zu wecken, uns auf etwas Neues, Fremdes einzulassen. Wir überwinden so leichter Hürden und Ängste, Bedenken und Zweifel, wir springen über unseren eigenen Schatten, zeigen Mut und Spontanität – das alles würden wir unter normalen Umständen nicht aufbringen.
    Wir sind bereit uns zu binden. Es verlangt uns geradezu danach.
    Heute kann die Forschung all das belegen und nachweisen. Beim Verlieben werden bestimmte Hormone ausgeschüttet, die zur Bindung führen, wie es z.B. auch geschieht bei der Mutter-Kind-Bindung. Aber auch Glücks- oder Belohnungshormone, die uns zu Wiederholungen anregen.
    Die Natur hat es auf diese Weise eingerichtet, dass wir Bindungen eingehen, um unsere Art zu erhalten. Das bedeutet auch es ist nichts Einmaliges – das Verlieben. Es ist vorgesehen, es soll schön sein! Im Nachhinein werden wir diese Zeit als die schönste in unserem Leben bezeichnen.
    Und diese Bereitschaft sich zu binden, muss in einer langjährigen Partnerschaft immer wieder stattfinden, damit wir zusammenkommen.

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    Themen: falling in love | Kein Kommentar »

    Dankbarkeit

    Von Elisabeth | 31.Juli 2011

    Dankbarkeit

     

    Wir Menschen wünschen, erbitten und wollen ständig etwas. Wir haben stets Erwartungen ans Leben, an uns und unsere Partner. Täglich beschäftigt uns, was wir gerne hätten – und wenn wir es bekommen haben, wollen wir mehr. Immer etwas Neues …

     

    Doch: Wann warst Du das letzte Mal dankbar? Dankbar dem Leben gegenüber, den Umständen, in denen Du dich befindest, Deinem Partner, Deinen Kindern, Kollegen, Freunden … und nicht zuletzt Dir selbst?

     

    Oft vergessen wir für lange Zeit dankbar zu sein. Doch nie vergessen wir das, was wir nicht haben, aber wollen. Meist sind diese Wünsche und Bitten eher Erwartungen und Befehle. Wir wollen, dass sie erfüllt werden. Wir erwarten von unseren Adressaten (Partner, Freund, Kind, Nachbar und nicht zuletzt von Gott oder einer höheren Macht), an die wir diese Wünsche und Bitten richten, dass sie selbstverständlich erfüllt werden.

     

    Aber all das, was wir schon bekommen oder uns erarbeitet haben, nehmen wir als selbstverständlich hin. Dadurch berauben wir uns der Möglichkeit, positiv und freudig gestimmt zu sein. Denn Dankbarkeit bereichert unser Leben und unsere Beziehungen. Durch das Gefühl der Dankbarkeit erkennen wir all das, was wir bereits haben!

     

    Vor allem aber: Gibt es etwas, wofür wir dankbar sein können, sind wir nicht mehr ausschließlich mit dem beschäftigt, was uns fehlt. Dankbarkeit kippt die Wahrnehmung zugunsten dessen, was wir haben, lässt uns unseren Reichtum erkennen!
    Kennt Ihr die Fotografien von Masuro Emoto „Die Botschaften des Wassers“?

    Er hat Wassertropfen tiefgefroren und dann die Kristalle fotografiert. Hat Wasser besprochen mit „Danke“, „Hass“, „Liebe“ etc.  und auch diese fotografiert, die Ergebnisse sind erstaunlich. Ihr findet sie unter:

    http://www.reikiakademiemuenster.com/MasaruEmoto/band1/kristalle1/kristalle1.html
    Wenn wir das Gefühl der Dankbarkeit umfassend zulassen können, erfahren wir eine tiefe Zufriedenheit und Freude. Dann sind wir der Zukunft gegenüber positiv gestimmt und fühlen uns in der Lage, alles zu meistern. Wir können unsere Partner realistischer wahrnehmen, denn wir sehen nicht mehr nur das, was fehlt, sondern auch das, was wir von ihnen bekommen, wir mit ihnen und durch sie haben.

     

    Außerdem versetzt uns Dankbarkeit in die Lage, frei von Enttäuschung und Hass den Partner und unsere Partnerschaft zu sehen und uns frei für oder gegen diese Partnerschaft zu entscheiden.

     

    Wofür könntest Du dankbar sein?

    Wofür bist Du dankbar?

     

    Wie jedes andere Gefühl kannst Du auch das Gefühl der Dankbarkeit trainieren. Je öfter Du Dich dem Gefühl der Dankbarkeit öffnest, umso selbstverständlicher wird es in Dein Leben einziehen und Deinem Leben eine positivere Richtung geben.

     

    Sollte Euch nichts einfallen, wofür Ihr dankbar sein könnt, hier eine Anregung:

     

    Mercedes Sosa – Gracias a La Vida

    http://www.youtube.com/watch?v=WyOJ-A5iv5I

     

    Übersetzung des Liedtextes:

     

    Ich danke dem Leben

    Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:

    Es gab mir zwei Augen, um deutlich zu trennen das Weiße vom Schwarzen;

    die Welt zu erkennen, den sternklaren Grund überm endlosen Himmel

    und den, den ich liebe im Menschengewimmel.

     

    Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:

    Es gab mir zwei Ohren, die Welt zu erlauschen, Gesang von Zikaden,

    des Regenguss‘ Rauschen, Geräusch von Turbinen, vom Hämmern an Bauten,

    die zärtliche Stimme des lange Vertrauten.

     

    Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:

    Es gab mir die Stimme, es gab mir die Laute, so konnte ich rufen,

    den, dem ich vertraute: die Mutter, den Freund und den Bruder zu finden,

    den Weg zu der Seele des Liebsten ergründen.

     

    Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:

    Es gab mir zwei Füße, um sie zu benützen, so laufe ich müde durch Städte

    und Pfützen, auf Berge, durch Wüsten, so heiß ohnegleichen,  dein Haus,

    deine Straße, um dich zu erreichen.

     

    Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:

    Es gab mir mein Herz, und das klopft zum Zerspringen,

    will ich die Früchte des Geistes besingen, seh ich wie weit ist das Gute vom Bösen, seh ich deine Augen und kann mich nicht lösen.

     

    Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:

    Es gab mir mein Lachen, es gab mir mein Weinen und lässt mich das Glück von dem Leid unterscheiden, mein Lied ist aus diesen zwei Quellen entsprungen,

    mein Lied für mich selber und für euch gesungen, mein Lied für mich selber und für alle gesungen.

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    Der Schatten

    Von Elisabeth | 14.Juli 2011

    Der Schatten

    Es gibt Menschen (und Situationen), zu denen wir uns unwillkürlich hingezogen oder unerklärlich abgestoßen fühlen. Das bedeutet, dass wir entweder am anderen Eigenschaften bewundern, die wir selbst an uns nicht kennen oder vielleicht gerne hätten, oder aber dass wir uns über bestimmte Eigenschaften oder ein Verhalten aufregen, das wir ablehnen und als schlecht einstufen.

    Wenn solche Gefühle mit oder durch den eigenen Partner ausgelöst werden, ist unsere Reaktion noch um ein Vielfaches intensiver. Denn niemand kann uns so stark berühren wie unser Partner bzw. unsere Partnerin.

    Um was geht es hier? Um die Begegnung mit unserem eigenen Schatten! Sie bewirkt solche uns wohl bekannten und intensiven Gefühle der Anziehung oder Ablehnung.

    Zunächst ist diese Schattenbildung erst einmal eine sehr positive Einrichtung der Psyche, um gesund aufwachsen bzw. als Kind überleben zu können. Im späteren Leben aber schaffen wir dann immer wieder neue Schatten durch unsere Bewertungen, die geprägt sind von unserer Erziehung und dem Wertesystem, in dem wir aufgewachsen sind etc. Das heißt, es gibt immer etwas, was uns nicht gefällt, uns Schwierigkeiten bereitet oder wir nicht ertragen können, genauso etwas, das wir bewundern. Das führt dazu, dass wir das, was wir als schlecht einstufen oder immer haben/sein wollten, aber nicht leben durften, verdrängen müssen – und zwar dann, wenn uns das, was wir erleben, sehen, wollen oder wahrnehmen stark missfällt oder in diesem Moment zu größeren Problemen führt als wir gerade verarbeiten können. Genau dann greift der Mechanismus der Verdrängung.

    Erleben wir die gleiche Situation öfter oder passt sich unser Wertesystem nicht den sich verändernden Lebensphasen an, verdrängen wir diese Themen in immer tiefere Schichten unseres Bewusstseins. Bis wir keinen Zugang mehr haben und sie ein richtiger SCHATTEN geworden sind. Dann werden all diese Bewertungen in unserem Unterbewusstsein wie auf einer Filmrolle gespeichert. Und diesen Film spielen wir immer wieder ab – wie im Kino, so dass wir in unserem Alltag im Außen genau das erleben, sehen und wahrnehmen, was alles darin gespeichert ist. Der Zugang zu unserem Verdrängten findet dann über das statt, was wir außen erleben. Zum Beispiel:

    Ärger und Wut

    Wir haben meist schon als Kind gelernt, dass in welcher Art auch immer geäußerter Ärger auf Ablehnung in der Familie oder Gesellschaft stößt. Und wenn wir uns deshalb entschieden haben, ein lieber, guter Mensch zu sein, dürfen wir auch kein Gefühl von Ärger oder Wut empfinden. Das bedeutet, immer wenn es auftritt, muss es sofort verdrängt – also auf unserem Film gespeichert – werden. Aber dieser Film projiziert es dann immer wieder auf die Leinwand unseres Lebens. Das heißt, wir nehmen das Verdrängte in/an unserem Gegenüber wahr. Wir erleben also unser ursprüngliches Gefühl des Ärgers als den Ärger des anderen und nicht mehr als den eigenen: Er/sie ärgert sich – nicht ich!

    In einer Beziehung, in der Ärger und Wut ein Thema ist, ist deshalb ein Partner der Liebe- und Verständnisvolle und der andere hat die Rolle des Aggressiven, Aufbrausenden. Was daraus entsteht, wissen wir alle aus eigenem Erleben.

    Solange wir damit zufrieden sind und es uns gut geht, mit dem wie es ist, können wir den Film weiterlaufen lassen. Zu einer interessanten Aufgabe wird der Zustand erst dann, wenn wir von dem, was uns da begegnet, so gestört werden, dass wir es nicht mehr wollen. Jetzt haben wir die Möglichkeit zu entscheiden, das, was wir ins Außen verlagert haben, als wieder zu uns selbst gehörig zu erkennen und es wieder zu integrieren. Erst dann werden wir so wie wir eigentlich gedacht sind: authentisch, vollständig.

    Dies ist meist mit viel Arbeit und oft auch großem Schmerz verbunden. Deshalb versuchen wir es ja auch möglichst zu vermeiden. Aber dadurch drehen wir uns stets im Kreis des Sich-ewig-Wiederholenden.

    Notwendig für den Einstieg in die Aufdeckung und Verarbeitung unserer Schattenanteile ist die Einsicht, dass das, was wir im Außen erleben, ein Teil von uns ist und nur ICH etwas daran ändern kann.

    Mehr zum Thema Schatten: http://de.wikipedia.org/wiki/Schatten_%28Archetyp%29

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    Phasen einer Beziehung

    Von Elisabeth | 29.Juni 2011

    Phasen einer Beziehung

    1. Verliebtsein
    2. Er-nüchterung, Ent-täuschung
    3. Erwartung einer Veränderung beim Partner
    4. Zweifel, nach „grünerem Gras“ suchen
    5. Vorsichtige Annäherung
    6. Annahme der Beziehung

    Beziehung laut Brockhaus: Grad der Verbundenheit oder Distanz zwischen Individuen als Ergebnis sozialer Prozesse

    Um den Herausforderungen gewachsen zu sein, die eine Beziehung an die Partner (sowohl Frau als auch Mann) stellt, kann es helfen, sich die natürlichen Veränderungen einer Beziehung bewusst zu machen. Denn jede Beziehung verändert sich im Laufe der Zeit. Das haben sicher schon alle einmal erlebt. Das gehört zum ganz normalen Prozess.

    Wie aber können wir davon profitieren? Zunächst dadurch, dass wir die Veränderung als gegebene Tatsache akzeptieren und wir uns die einzelnen Phasen einer Beziehung bewusst machen. Das sind sie:

    1. Verliebtsein

    Diese Phase lieben wir wohl alle. So sollte es für immer bleiben – egal wie oft wir uns schon verliebt haben, dieser Wunsch „für immer“ bleibt: das miteinander verschmelzen, rund um die Uhr mit dem Partner zusammen sein, ihn immerzu berühren und ihm alle Wünsche erfüllen wollen. ALLES ist wunderbar und schön! Eine Liebe, die NIEMALS endet.

    Insgeheim aber wissen wir genau: Es wird vorüber gehen!

    +: Genießen wir diese Zeit der Hochgefühle, jedoch ohne uns gänzlich darin zu verlieren.

    2. Er-nüchterung, Ent-täuschung

    Nüchtern & Täuschen sind in dieser Phase die entscheidenden Aussagen. Sie ist mit Schmerz, Wut, Trauer, Resignation verbunden – je nach individueller Veranlagung. Es tut so weh – und genau das wollten wir doch nicht mehr erleben. Oft ist das, was uns anfangs an dem Partner so gefesselt hat, jetzt das, was uns am meisten stört und aufregt.

    Deshalb beginnen wir, uns in dieser Phase voneinander zu lösen. Wir gehen wieder mehr unseren eigenen Interessen nach: ins Kino mit der Freundin, ins Stadion mit dem Kumpel … Weil 24 Stunden „nur“ den Partner an der Seite beginnt zu nerven oder nervt schon total. Wer
    in seinem Leben noch nicht gelernt hat, Spannungen auszuhalten, verlässt in dieser Phase oft die Beziehung.

    +: Jetzt haben wir die Gelegenheit, uns auf uns selbst einzulassen und zu beginnen, unsere eigenen Schattenseiten zu sehen und wahrzunehmen. Keiner hat nur positive Seiten, jeder hat auch unangenehme Seiten. Oft wollen/können wir diese jedoch nicht wahrhaben. Und diese verdrängten menschlichen Aspekte erleben wir dann am intensivsten in einer engen Partnerschaft. Und genau hier liegt der größte Gewinn in genau dieser Beziehung. Wenn wir uns darauf einlassen, kann uns diese Bewusstwerdung helfen, ein vollständigerer Mensch zu werden. Wir haben hier die Möglichkeit, so zu werden „wie Gott uns gedacht hat“.


    3. Erwartung, dass sich der Partner ändert = Machtkämpfe

    In dieser Phase der Beziehung wollen sich beide durchsetzen. Allerdings zeigt sich die Art der Durchsetzung sehr verschieden – abhängig von der individuellen Veranlagung. Der eine entzieht sich, der andere fordert, ein Dritter teilt aus, einer will überzeugen, ein anderer manipuliert … Alle haben dabei das gleiche Ziel: die Veränderung des PARTNERS.

    Der Partner soll sich ändern! „Er braucht doch nur …“; wenn sie mich liebte, würde sie …“ „diese Kleinigkeit könnte er doch für mich tun …“. Dabei entsteht viel Frust – und zwar umso mehr je weniger wir uns bewusst sind, was da überhaupt geschieht.

    +: Die große Chance in dieser Phase liegt darin, das „Der andere soll …“ in Fragen zu verändern wie „Was hat es mit mir zu tun? Kann ICH etwas ändern? Warum trifft es mich so sehr? Was steckt dahinter?“

    4: Zweifeln, nach „grünerem Gras“ suchen

    Nun erleben wir, dass der Partner anders ist, als wir ihn gesehen hatten. Wollen wir diesen Menschen überhaupt? Wollen wir „so einen Partner“ oder lieber einen anderen? Dieses Zweifeln und Hinterfragen führt häufig als Erstreaktion zur Flucht. „Nein, das will ich nicht! Ich will einen Partner, der soll ….. sein!“ Die Suche nach „grünerem Gras“ beginnt. Wenn in dieser Phase ein anderer scheinbar geeigneter Kandidat auftaucht, wird oft gewechselt und das Spiel beginnt von vorne.

    +: Das Lernpotenzial dieser Phase ist, dass wir uns selbst hinterfragen. Das heißt, Interesse an unserem Denken, Fühlen, Wollen und Können entwickeln. Was will ich wirklich? Was passt zu mir? Was ist Wunsch und was ist Wirklichkeit?


    5: Vorsichtige Annäherung, Geduld und Verständnis

    Wenn wir bis hierher durchgehalten haben, beginnt jetzt ein vorsichtiges Wieder-leben-können. Das Aushalten der Spannungen und Ent-täuschungen ist nun vorüber. Wir können wieder vorsichtig aufeinander zugehen und erkennen, was wir bislang gemeinsam gemeistert, uns gegenseitig geschenkt haben.

    Wir wagen es, den Partner anzusehen und zu erkennen, wie er wirklich ist. Und wir werden neugierig auf den „neuen Menschen“ an unserer Seite.

    Wir haben vor allem erkannt, dass das, was wir vom Partner erwarten, zum Beispiel oft das ist, was wir selbst tun sollten, oder etwas, das überhaupt nicht zu uns passt.

    Wir erleben unseren Partner ganz neu und entdecken, was uns an ihm wirklich gefällt, was wir lieben. Und das sind nicht mehr unsere unrealistischen Wunschvorstellungen, sondern es ist die Wirklichkeit des Partners.

    6: Annahme der Beziehung, Bereicherung

    Jetzt haben wir die Meisterschaft erlangt! Wir nehmen uns selbst und unseren Partner an, wie wir sind, und können das, was wir miteinander haben, genießen. Vor allem aber auch das, was uns fehlt, auf andere Art und Weise befriedigen. Denn das Vertrauen und die Sicherheit sind gefestigt. Sie halten jetzt den sogenannten „Mängeln“ stand, ohne dass sie größeren Schaden an uns und/oder der Beziehung anrichten können.

    Wir haben ein gesundes Maß an Nähe und Distanz entwickelt. Damit ist es möglich, zu erkennen, welche Bereicherung diese Beziehung für uns ist, so dass wir diese Liebe auf unsere Art leben und genießen können

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    Konflikte in der Beziehung

    Von Elisabeth | 20.Juni 2011

    Konflikte in der Beziehung

    Die vielen Wahrheiten der Partner sind der Grund für zahlreiche Konflikte in der Beziehung. Weil uns zu wenig bewusst ist, dass jeder Mensch seine Wahrheit hat und wir unsere Wahrheit auch als Wahrheit unserers Partners sehen, kommt es oft zu überflüssigen Trennungen. Was steckt dahinter?

    Für unsere Eltern und Großeltern gab es noch in Stein gemeißelte Gesetze, die ewige Gültigkeit hatten. Es gab die absolute Wahrheit einer höheren Macht oder Instanz, an die sich alle zu halten hatten. Andernfalls war man ein Sünder. Das Leben war einfacher, denn es gab klare Hierarchien, großes Vertrauen in geltende Werte und die Verpflichtung, die Traditionen zu erhalten.

    Heute haben wir uns weiterentwickelt. Die Individuation hat vieles verändert:
    Das Wahrnehmendürfen von Herzenswärme und Gefühlen, die Suche nach innerer Harmonie, das Vertrauen in die Menschlichkeit und das Gute in uns erfordern auch eine Erweiterung der Art wie Beziehungen gelebt werden.

    Voraussetzung dafür ist es zu erkennen, dass es so viele Wahrheiten wie Menschen gibt. Die daraus zahllos entstehenden Beziehungsmodelle enthalten ebenso vielfältige Definitionen von Liebe und unterschiedliche Wege sie zu erreichen. Das bedeutet: Bei jeder Begegnung zweier Menschen treffen zwei verschiedene Beziehungsmodelle aufeinander.

    Zwar verdeckt das anfängliche Verliebt- und Berauschtsein das alles, und wir erleben in dieser Zeit unser eigenes Modell als erfüllt. Trotzdem bleiben es zwei unterschiedliche Modelle bzw. Wahrheiten.

    Wichtig dabei: Jedes Modell und jede Wahrheit, der zwei Partner ist gleichwertig!
    Und alle Wahrheiten der Menschen ergeben die Möglichkeiten des In-der-Welt-seins und alle zusammen ergeben das ganze Bild.

    Jeder von uns bekommt verschiedene Betrachtungsweisen und unterschiedliche Arten des In-der-Welt-Seins mit in die Wiege gelegt. Man kann die Menschen verschiedenen Typen zuordnen, zum Beispiel: weiblich und männlich; Typen des Enneagrammes, der Astrologie…. Diese wirken unter der Oberfläche; dem können wir uns nicht entziehen. Deshalb gilt:
    Was der Kopf will, ist nicht unbedingt das, was der Bauch braucht!

    Das wiederum bedeutet: Gelingt es uns, diese Tatsache als gegeben anzunehmen und unsere Vorstellungen aufzugeben, der andere müsste unser Beziehungsmodell übernehmen (siehe dazu die „12-Schritte zur Trennung“), haben wir die große Chance auf eine bereichernde und erfüllende Partnerschaft.

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    Themen: Konflikte in der Beziehung | 2 Kommentare »

    Erwartungen

    Von Elisabeth | 7.Juni 2011

    Erwartungen

    Enttäuschte Erwartungen hat wohl jeder schon erlebt oder erlebt sie immer wieder. Wie entstehen solche schmerzlichen Erfahrungen? Das Wort sagt es schon: Es handelt sich um Ent-TÄUSCHUNGEN. Das heißt, man hat sich in etwas oder in jemandem getäuscht und diese Täuschung wird nun offenbar.

    Wie kommt es dazu? In aller Regel sind wir schlecht vorbereitet auf das Leben in einer Ehe/Partnerschaft. Als Vorbilder und vorgelebte Muster haben wir entweder die Ehe/Beziehung unserer Eltern und Bekannten oder die romantische, verliebte Beziehung aus Filmen und Romanen. Wir können also kaum auf Vorbilder für eine reife, individuelle und lebendige Beziehung zurückgreifen.

    Deshalb denken wir oft: Das werde ich einmal ganz anders und besser machen. Oder wir erwarten aufgrund der unrealistischen romantischen Darstellung in Liebesfilmen und -geschichten, dass es soooooo das ganze Leben bleiben muss!

    Warum gehen wir überhaupt eine Beziehung ein?

    In Partnerschaftsanzeigen finden wir immer wieder die gleichen Aussagen: Gesucht werden Harmonie, Nähe, Sicherheit, Geborgenheit, Sex, Vertrauen, Zärtlichkeit, Treue, Sich-verstanden-fühlen, Sich-angenommen-fühlen. Dabei unterscheiden sich die Wünsche der Frauen und Männer nicht wirklich – Frauen erhoffen sich mehr; Männer bieten mehr.

    Alle Wünsche beziehen sich dabei auf eine Verbundenheit, wie es sie entweder in der Mutter-Kind-Beziehung gegeben hat (siehe: „Verständnis entwickeln“)

    oder man sie gerne gehabt hätte. Diese Erwartungen passen aber ausschließlich zu einer rein romantischen Beziehung und enden regelmäßig und zwangsläufig in Ent-täuschungen. Der Eindruck ist dann: Ich habe mich wieder im Partner ge-täuscht.

    Die sehr großen Erwartungen an und Hoffnungen in unseren Partner können in der Realität gar nicht erfüllt werden. In aller Regel werden wir emotional ent-täuscht. Und zwar deshalb, weil hier die größten Erwartungen liegen.

    Was passiert nach einer Trennung? Wir suchen den „besseren“ Partner, der genau das hat oder ist, was beim ersten ent-täuscht wurde – anstatt unsere Erwartungen und Vorstellungen zu hinterfragen und sie der Realität anzupassen. Diese Auseinandersetzung ist jedoch meist zu schmerzhaft und weil schon die letzte Beziehung oder Trennung so schmerzvoll war, suchen wir wieder einen Partner nach unseren „unerfüllbaren“ Vorstellungen und geben ihm damit keine Chance. Wir begeben uns wieder in das Karussell der Hoffnungen und Erwartungen.

    Um aber eine ehrlichere und reifere Beziehung eingehen zu können, müssen wir uns erst von vielen Vorstellungen trennen, die in einer Partnerschaft nicht erfüllt werden können. Das bedeutet auch, dass wir uns erst selbst kennen, annehmen, schätzen und lieben müssen, bevor wir einem anderen unsere Liebe schenken können. Eine Beziehung unter solchen Vorzeigen ist dann eine vollkommen andere – denn wir wollen nicht mehr geliebt werden, vielmehr schenken wir Liebe. Und dieses Schenken macht uns glücklich und erfüllt.

    Damit ist die Voraussetzung geschaffen, dem DU zu begegnen und diesem DU gegenüber neugierig und offen zu sein. Wir können dann akzeptieren, wenn unser/e Partner/in mal nicht aufmerksam und liebevoll ist. Und wir zweifeln nicht gleich an der Beziehung, wenn er/sie uns gegenüber einmal abweisend ist.

    Die „12-Schritte-zur-Trennnung“ (siehe: „Der Weg“) können Dir helfen, an Deinen Erwartungen und Vorstellungen zu arbeiten.

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    Themen: Erwartungen | Kein Kommentar »

    Reife

    Von Elisabeth | 24.Mai 2011

    Reife
    Der reife Mensch

    Was bedeutet es, ein reifer Mensch zu sein? Es hat nichts mit dem Alter zu tun. Wir kennen zahlreiche alte Menschen, die nicht gereift sind und ebenso gibt es viele junge Menschen, die eine sehr große Reife haben.

    Wann ist ein Mensch also „reif“? Es beginnt damit, dass er nachdenkt über sich, das Leben und seine Wahrheiten und überprüft, was andere als Wahrheit bezeichnen.

    • Er lebt in der Realität, d.h. in der Gegenwart – im Hier und Jetzt. Er verschließt nicht die Augen vor dem, was ist. Auch wenn das, was er sieht und wahrnimmt, oft nicht dem entspricht, was er gerne sehen möchte. Gleichzeitig ist er aber in der Lage zu träumen und Visionen zu entwickeln, weil er weiß, dass sie ein Motor sind weiterzugehen.

    • Er hat gelernt zu erkennen, was er will, was durch ihn und in ihm entsteht. Er unterscheidet es von dem, was der andere will, was im anderen entsteht, was durch den anderen ins Leben kommt und was er von dem spürt und wahrnimmt, das im anderen lebt.

    • Er hält sowohl die Widersprüche des Lebens aus als auch jene, die er in sich selbst spürt. Er erkennt die Unvereinbarkeiten, die zu ihm gehören und hat die Reife, diese stehen zu lassen. Oder aber er kann sich bewusst entscheiden, in welchen Bereichen er seine jeweiligen Bedürfnisse stillen möchte.

    • Er erkennt, dass sich alles immer weiterentwickelt und er so kein „Ziel“ mehr erreichen muss, nur um es zu erreichen, um besser zu sein oder leichter zu leben. Vielmehr lebt er, was gelebt werden muss.

    • Er erkennt gegenseitige Abhängigkeiten und respektiert gleichzeitig die Selbständigkeit und Individualität des anderen. Er weiß, dass eine Beziehung mehr ist als die Summe ihrer Teilchen.

    • Er kann die auf ihn einströmenden Informationen und seine Eindrücke des Alltags immer besser verarbeiten.

    Das heißt, ein reifer Mensch beginnt wahrzunehmen und das Wahrgenommene zu gebrauchen. Allerdings ist Reife niemals endgültig erreicht. Sie entwickelt sich immer weiter, wenn wir es zulassen und das tun, was das Leben von uns fordert.

    Mit zunehmender Reife wird der Mensch immer freier und unabhängiger, sicherer und lebendiger. Das Leben ist aus sich heraus erfüllend und muss nicht mit immer „mehr Wollen“ und „mehr Aktion“ gefüllt werden.

    An dieser menschlichen Reife zu arbeiten, hilft nicht nur jedem Einzelnen, sondern auch unseren Nachkommen, der Gesellschaft und der Natur. Für die Bewätltigung der zahlreichen Herausforderungen (Beziehungen, Arbeitswelt, Umwelt, Technik, Finanzen, 3.Welt…), die sich uns stellen, ist der reife Mensch notwendig.

    Wo stehen Sie persönlich in Ihrem Reifungsprozess?

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    Themen: Reife | Kein Kommentar »

    Du und Ich

    Von Elisabeth | 17.Mai 2011

    Du und Ich
    Reifungsprozeß in langen Beziehungen
    


    DU und ICH wir leben in einer Beziehung.
    DU lebst sie nach deinen Regeln und Vorstellungen,
    ICH lebe sie nach meinen Regeln und Vorstellungen.

    DU kennst deine Vorstellungen und Regeln nicht,
    ICH kenne meine Vorstellungen und Regeln nicht.
    Und doch bestimmen unsere Vorstellungen und Regeln,
    unser Verhalten in der Beziehung.

    Wenn dir die Beziehung so nicht mehr gefällt
    und mir die Beziehung so nicht mehr gefällt,
    dann sollten wir vielleicht einmal kurz innehalten
    und die Beziehung betrachten.

    Beziehungen werden in der Regel unbewusst eingegangen, d.h. wir verlieben uns und gehen daraufhin eine Beziehung mit dem Menschen ein, den wir bewundern und lieben.
    Alles läuft gut, bis die Verliebtheit nachlässt und der andere Mensch immer mehr so wahrgenommen wird, wie er auch ist und vieles am anderen uns stark emotional erregt bzw. aufregt.

    Darin liegt die große Chance! Denn wir haben in einer Paarbeziehung die größte Hilfe als Persönlichkeit zu reifen. Wenn wir Reifung als Gegebenheit des menschlichen Daseins anerkennen, dann können wir eine neue Art von Beziehung leben. Eine wahrhaft lebendige Beziehung.

    Alles entwickelt sich weiter; nur was sich entwickelt hat Bestand!

    C. G. Jung formulierte schon 1918:
    „Wir verstehen den anderen immer in der Art, wie wir uns verstehen oder zu verstehen suchen. Was wir in uns nicht verstehen, verstehen wir auch im anderen nicht.“

    So können wir uns auf eine Reise begeben, die uns zu einem reifen Menschen werden lässt und wir (in unserem bisherigen Partner) einem vollständig neuen Menschen begegnen. Dazu ist es notwendig, dass wir uns von vielem trennen; manchmal gerne, manchmal tut es weh, aber immer bringt es einen Gewinn: Ich werde frei von allem und immer mehr der Mensch, als der ich gedacht bin.

    Auf diese Reise lade ich Sie ein! Gestalten Sie Ihre Beziehung vollständig neu.

    Freu mich auf einen Kommentar!

    Dieser Artikel erschien in

    http://www.beziehungs-abc.net
    http://bit.ly/kH2em5

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    Themen: Du und Ich | Kein Kommentar »

    Rollenbilder

    Von Elisabeth | 6.Mai 2011

    Rollenbilder
    Was bedeutet es heute Mann/Frau zu sein?

    Welche Muster haben sich inzwischen überholt?

    Aufgrund der Entwicklung in Sachen „Gleichberechtigung von Mann und Frau“ entfällt in vielen Bereichen die Notwendigkeit, die Geschlechter explizit zu unterscheiden. Etwa in der Arbeitswelt: Mit modernen Maschinen kann fast jede (schwere) Arbeit auch von Frauen ausgeführt werden. Auch im gesellschaftlichen Bereich: Aufgrund der vielfältigen Fortbewegungsmöglichkeiten per Auto, Bahn oder Flugzeug, aber auch durch das Internet sind wir auf der ganzen Welt zuhause und kommen in Kontakt mit fremden Kulturen. Außerdem hat die Pille die Benachteiligung der Frau im Bereich Sexualleben aufgehoben und ihr die gleiche Freiheit gebracht, wie sie Männer schon immer hatten.

    Mit diesen gesellschaftlichen Veränderungen sind althergebrachte Rollenbilder zwar überholt, doch nach wie vor vorhanden, uns jedoch weniger bewusst. Heute dürfen/müssen wir mehr sein als Mann und Frau. Die klassischen Rollenbilder sind aufgehoben. Wir haben uns Umstände geschaffen, die uns dazu herausfordern, bisherige Identitäten aufzugeben. Dadurch entsteht eine neue Freiheit: ein Freisein von gesellschaftlichen Erwartungen und Vorstellungen, welche die Entwicklung der individuellen Persönlichkeit und das Ausleben persönlicher Bedürfnisse gehemmt und blockiert haben.

    Diese neue Freiheit führt uns zu einer Auseinandersetzung mit unseren angenommenen Identifizierungen, zur Auseinandersetzung mit unserem Leben. Dabei erleben und erkennen wir, worin wir anderen Menschen gleichen und uns von ihnen unterscheiden. So entdecken wir, dass nicht alles so sein muss, wie wir immer geglaubt hatten, und dass das, was wir vertreten haben, nicht DIE EINZIGE Wahrheit ist sondern EINE Wahrheit.

    Wir beginnen uns zu hinterfragen, was für uns warum wichtig ist. Vor allem aber auch, ob das, was wir glauben, dass für uns wichtig ist, zu uns passt, von anderen angenommen wurde oder aus uns selbst entstanden ist. Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelt sich ein Verständnis für uns und andere und wir verändern uns ganz selbstverständlich.

    Häufig kommen wir dadurch in eine Phase der totalen Verunsicherung, in einen chaotischen Gemütszustand, in dem wir uns selbst als fremd erleben. Zum Beispiel: Wir glauben. dass etwas mit uns nicht stimmt und fallen womöglich in einen depressiven Zustand; eventuell haben wir auch ein Gefühl in uns, dass wir nicht deuten können…… Dieser Zustand kann uns stark belasten, vor allem wenn wir nicht verstehen, was da gerade geschieht, wenn wir nicht wissen, dass solche Phasen zum Menschsein und zum menschlichen Wachsen gehören.

    In solchen schwierigen Situationen möchte ich Dich gerne unterstützen und eine Landkarte zur Verfügung stellen, die Orientierung bietet und einen Weg aufzeigt, wie Du Dich in diesen Lebensabschnitten zurechtfinden kannst. Um meine Landkarte so treffend wie notwendig gestalten zu können, helfen mir Deine Fragen, Anregungen und konkreten Erlebnisse zu diesem Thema. Deshalb sende mir bitte gleich unterhalb dieses Artikels Dein Feedback. Ich werde es berücksichtigen.
    Vielen Dank für Deine Mühe und Dein Interesse.

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    Themen: Rollenbilder | Kein Kommentar »

    Unterschied Mann und Frau IV

    Von Elisabeth | 18.April 2011

    Teil 4:Verständnis entwickeln für die verschiedenen Entwicklungswege von Frau und Mann

    Die Unabhängigkeit der Frau vom Mann erfordert es, dass sie sich zunächst mit den traditionell gelebten Rollen in einer Beziehung auseinandersetzt. Sie muss sich dann von alten und inzwischen überholten Rollenbildern lösen, um in ihrer persönlichen Entwicklung weitergehen zu können. In der Regel kommt es hier bei der Frau zu einer Desillusionierung des Mannes/Partners, zum Zerfall des männlichen Idealbilds. Die Frau erfährt ihren Mann/Partner „nur“ noch als den Menschen, der er ist und immer war. Sie kann seine Schwächen nun deutlich sehen und wird ent-täuscht.

    Jetzt muss sie zu der Erfahrung kommen, dass sie die Männlichkeit und die damit verbundene Stärke, die sie bisher ihrem Partner zugeschrieben hat, in sich selbst findet. Mit dieser wiederentdeckten Stärke kann sie sich nun erneut ihrer Weiblichkeit zuwenden und sich endlich als „ganzen“ Menschen erfahren.

    Der Mann seinerseits muss über die von ihm bevorzugte distanzierte Beziehungsform hinaus reifen und sich in eine für ihn oft angstbesetzte Verschmelzung mit der Frau begeben. Angstbesetzt deshalb, weil dies für ihn meist gleichbedeutend ist mit Ohnmacht bzw. Kontroll- und Machtverlust.

    Er muss hier der Frau vertrauen/sich ausliefern, um dadurch mit seinen Gefühlen in Kontakt zu kommen. Wenn er dann die weibliche Kraft in sich selbst erkennt und spürt, kann er lernen, seinen eigenen Gefühlen zu vertrauen. Damit ist er in der Lage, die Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Verhalten zu begreifen und in sein Verhalten seine weibliche Seite einzubringen. Zum Beispiel:
    Mann: Auseinandersetzung – Frau: sich mit dem Partner verbinden
    Mann: ein Tischgespräch führen – Frau: gemeinsam essen
    Mann: Lösung eines Problems – Frau: zuhören und da sein

    Sowohl bei der Frau als auch beim Mann gehen diese „Phasen der Erkenntnis“ meist mit einem heftigen inneren/äußeren Aufbegehren und Verlassen des Partners einher. Um diese Schritte aber gemeinsam, innerhalb der Beziehung gehen zu können, ist es unerlässlich, dass beide Partner sie als notwendig anerkennen, nicht bei jeder Auseinandersetzung sofort ihre Beziehung in Frage stellen, aber auch sehr viel Toleranz und Verständnis für sich selbst und den anderen haben.

    So sind die „12-Schritte zur Trennung“ (siehe oben „der Weg“) Voraussetzung, um die überholten, konventionellen Rollenbilder zu überwinden, um zu einer tiefen, erfüllenden und lebendigen Beziehung zu kommen.

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    Themen: Unterschied Mann und Frau IV | Kein Kommentar »

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